Der Caminho Portugues - dies ist ein etwas kürzerer Jakobsweg von Porto (Portugal) nach Santiago de Compostela (Spanien). Zusammen mit Claudia bin ich diesen Weg noch weiter bis nach Muxia (Spanien) gelaufen. Nachfolgende Seiten beschreiben für Freunde und Familie in Kurzform unseren rund 400 km langen Pilgerweg.

Verwendung der Karte mit freundlicher Genehmigung des Conrad Stein Verlags GmbH 2022
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Unser 1. Reiseführer (ISBN 978-3-86686-496-2, 16,90 Euro) |
Unser 2. Reiseführer (ISBN 978-1-84409-715-9, 12,49 Euro) |
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Kommentare:
#1 — ganz oben: stehen da Zelte auf dem Dach? nicht sichtbar dann für die anderen Menschen von unten. Gibt es heimliche Treppen abwärts zum Balkon? Nach der Reise muss das unbedingt beantwortet werden. Alles Gute weiterhin auf der Piste.
#2 — Conny und ich sind inzwischen gut heimgekommen, mit wunderbaren Erinnerungen vom Camino im Gepäck. Wir wünschen Euch weiterhin Bom Caminho und geniesst es, bald ist's geschaff!

Ein guter Start. Alles war am Vorabend gepackt und Michael Stieger hatte mich heute morgen pünktlich abgeholt und zum Flughafen gebracht.
Der Flug von Hamburg via Frankfurt nach Porto verlief ohne Problem. Nur die Wanderstöcke von Claudia verpassten den Umstieg, wurden aber abens nachgeliefert. Mit der Metro ging es in die Stadt und wir fanden auch unser Hotel (Mecure Centro) am Bahnhof schnell. Jetzt blieb Zeit für einen Stadtbummel und meine Akku-Wechsel für das iPhone, da ich es nicht mehr laden konnte...

Porto im Anflug. Schönes Wetter - so muss das!

Der Bahnhof ist hier mit wunderschönen Fliesenbildern gestaltet. Hier nur eines davon.

Die Kathedrale von Porto von außen...

...und von innen.

Hier die Wegeweiser zu zwei Pilgerwegen - dem Camino Portugues (unser Weg) und der Fatimaweg (Wallfahrtsort nördlich von Lissabon)

Die Brücke am Douro, dem Fluss der Porto teilt.

Kaffee, heiße Schokolade und Nata am Nachmittag :-)
Der nette Techniker der Computerklinik bei C&A konnte zwar kurzfristig meinen Akku vom iPhone wechseln, welcher im Mors war, aber laden konnte ich ihn trotzdem nicht. Die Connector-Einheit war auch im Mors. Das war echt blöde, wenn man parallel zur Reise seine Lieben daheim zeitnah mit Infos und Bildern versorgen möchte.
Kommentare:
#1 — Ok, die Seite scheint gut vorbereitet zu sein... 
#2 — Ich wünsche euch eine wunderschöne spannende Zeit !
#3 — von euch. Wunderbar, tolle Bilder wieder und ich kann den Verlauf eures Wanderns mitmachen. Ich hoffe, dass mit dem Handy alles gut wird. In Hamburg ist es kalt, geht nicht zu schnell. Es lohnt sich noch nicht zurück zu kommen. Alles Liebe
#4 — Hallo ihr lieben Wanderer. Endlich können wir die Strecke verfolgen. Tolle Aufnahmen. Portugal ist sehr modern. wie wird es in Spanien werden? Wir wünschen euch alles Gute, angenehme Temperaturen. Bei uns hat sich der April von seiner besten Seite verabschiedet. Einen schönen 1. Mai wünschen Rosi und Heinz
Nun ging es auf den Weg (Camino) nach Santiago. Im Hotel gab es noch ein sehr reichhaltiges Frühstück und dann machten wir uns auf den Weg zu Kathedrale von Porto als Startpunkt. Von dort suchten wir uns wieder durch enge Gassen den Weg zum Douro, von wo wir den Küstenweg quasi im Uhrzeigensinn liefen. Das waren am Anfang noch einigen Kai-Anlagen mit vielen Anglern, später eine typische Promenade mit Strand und Bars sowie am Ende ein etwa 1,5 m breiter Holzweg der durchgängig gut bis Lavra zu begehen war.
Einige Kerkelinger wohnen ja lieber am Flughafen und kürzen schon hier den Camino ab, indem sie gleich den Weg nach Westen zum Strand einschlagen und dadurch das hübsche Stadtgebiet meiden. Pfui. Jeder geht halt seinen Camino.

Start an der Kathedrale spät gegen 9:30 Uhr, den spärlich verteilten gelben Pfeilen folgend.

Typische Bebauung und Baulücken am Douro.

Claudia und der Engel am Wegesrand.

Irgendwo an der Promenade - aber mit Sonne und guter Laune.

Weiter nördlich wurde auf der Straße an diversen Stellen Fisch gegrillt. Das roch sehr lecker, aber wir zogen weiter.

Ein Päuschen im Schatten.

Dann wieder am Seeweg entlang - hier mit Leuchtturm.

Übernachtung in einem lütschen Bungalow auf dem Campingplatz von Lavra/Angeiras Wir hatten das "Doppelzimmer" und Gaby, eine andere Pilgerin aus Deutschland, das Dreierzimmer. Wir hatten aber zusammen eine Küche und ein Bad.
Mein Magen war durch irgendwas sehr flau und nach diversen Keramikgängen und dem Anrufen von Kurt, wollte ich nix mehr essen sondern nur noch schlafen... :-(
Kommentar:
#1 — So, nun mal vorweg.....es war der Plan, vom Flughafen aus zu laufen......wir werden ihn verwerfen!!! Wir starten in Lissabon, damit WIR jedenfalls den ganzen laufen! So.....
Nachdem wir ausgeschlafen hatten, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und suchten im Ort einen Bäcker zum Frühstücken. Danach zogen wir auf dem Holzweg die Küste entlang nach Norden, um dann nach nur 10 km die schöne Brücke von Vila de Conde zu erreichen. Direkt dahinter fanden wir auf der linken Seite das Hostal Bellamar, welches ein schickes und günstiges Zimmer mit Blick auf Fluss für uns hatte. Da mir auch an diesen Tag noch kodderich war und Claudias Knie am rumzicken war, waren uns die 10 km für diesen Tag mehr als genug.

Frühstück mit Käsebrötchen, Kaffee und einem richtigen Zitronentee, der laut Claudia sehr lecker war.

Hier unser Holzweg im wahren Sinne. Über ihn kann man den kompletten Küstenweg bis fast vor Vila de Conde gehen.

Impression vom Holzweg.

Ein kleiner Ort mit Fischerbooten.

Die Brücke, die nach Vila de Conde hinein führt. Rechts erkennt man das gewaltige Kloster.

Unser Hotel, in dem sich unten noch ein sehr feines Restaurant befand, in dem wir abends sehr lecker speißten. Eines der Zimmer mit dem Geländer über dem Lokal, war unseres.

Diesen Laden solltet Ihr Euch merken. Nett und professionell reparieren sie auch defekte Smartphones wie z.B. mein 5S...

...mit seiner Baugruppe, welches neben dem defekten Connector noch das Mikrophon und den Kopfhöreranschluss beinhaltet. Mein großer Dank gebührt dem dortigen Mitarbeiter :-)
Der 25.4 war Claudias Geburtstag und gleichzeitig der Portugiesische National-Feiertag zur damaligen Nelken-Revolution. Einige Läden waren geschlossen und am Vorabend wurde in der Nähe sehr laut und sehr lange gefeiert, weshalb der Schlaf etwas gestört war. Immerhin fühlte sich mein Bauch wieder gut an und so machten wir uns auf den Weg nach Rates.

Claudia und ihre Straße des 25.4 in Vila do Conde.

Der Weg war schon sehr ländlich geprägt. Hier war eine uns unerklärliche Beckanlage zu sehen, die aber nicht mehr in Betrieb war.

Zitronenbäume sieht man hier häufiger. Allerdings nur privat und nicht als Plantage.

Kaffee-Pause mit Geburtags-Nata.

Weiter gehts...

...vorbei an komplett gefliesten Kirchen...

...auch bis zu dieser alten Brücke, unter der zig Frösche ein Geburtstags-Ständchen quakten. Es gibt auch ein kurzen Video mit Ton davon.

Die Deutschen hinterlassen ihre Spuren. Hier und da tatsächlich auch in Form helfender Wegweiser :-)

Weinrebengänge, die im Herbst sicher wunderschön sind.

Noch eine geflieste Kirche.
Nachmittags entschied sich Claudia für eine in einem alten Herrenhaus. Ein altes Paar betrieb es - wohl eher die total nette und aufmerksame ca. 135 cm große Frau als ihr doch eher etwas merkwürdiger Mann... Im Ort gab es nicht viel zu sehen, also Essen gehen und dann ins Bett. Die Pilgerherberge scheint trotz gut mit Betten gefüllter Zimmer aber auch ganz ok zu sein.
Der Weg war durch die Wahl von alternativen Routen etwas länger als geplant, aber trotzdem sehr schön. So einige holperige Wege waren dabei, die mich an den Camino Frances erinnerten. Es waren zum Teil sehr einsame und abgelegene Wege darunter, die man aber genießen kann, wenn mach sich auf sie einlässt. Nachmittags ließen wir uns im Hotel do Terco nieder, welches für ein Doppelzimmer mit Frühstück nur 45 Euro von Pilgern verlangte. Das war ok. Der Stadtkern war etwas kitschig mit vielen bunten Lämpchen geschmückt und ein riesen Markt inklusive Mini-Kirmes verkaufte alle möglichen Dinge. Nach einem Restaurant mussten wir länger suchen, wurde aber gefunden. So ging es gesättigt früh ins Bett.

Frühstück im alten Herrenhaus.

Unsere von außen sehr unscheinbare Bleibe. Ein buntes gutes Werbeschild würde ihnen helfen, die Hütte voller zu machen.

Die Infrastruktur des Caminos wird besser, was die Wegführung und Infotafen angeht.

Wunderschöne Blumem, Stäucher und Bäume findet man immer wieder am Wegesrand.

Man findet aber auch hier merkwürdige Dinge, mit denen man nie rechnen würde, sowie diese kleine Hütte hier, aus der ganz laut lustige Musik drang...

...drinnen hatte ein Bastler viele skurile Dinge aufgebaut.

Die Alternative der Alternativroute führte uns auf einen Berg mit einer Kirche, diversen Rastplätzen sowie einer tollen Aussicht rundherum. Alles war picobello, aber wir waren die einzigen Menschen dort.

Dann kamen Wege, wo jeder Schritt überlegt sein will. Für solche Wege braucht es tatsächlich Wanderschuhe.

Der Eingang von Barcelos über eine gewaltige alte Brücke - wie so häufig hier in der Gegend.

Bunte Lämpchen schmücken eine Straße am Abend.
Da wir in Barcelos in einem Hotel übernachteten (45 Euro inklusive Frühstück), konnten wir wieder in Ruhe frühstücken, bevor wir uns auf die nächste Etappe begaben. Der heutige Weg hatte kaum spektakuläre Momente, aber das muss er ja auch nicht. So entwickelt man eher einen Blick für die kleinen Dinge am Weg, also Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften. Erstmals zeigten wir unseren Waden die Sonne Portugals.
Im Casa Fernanda, wo Claudia aufgrund von Empfehlungen so gern übernachtet hätte, hatten sich schon 10 Kanadier breit gemacht, aber Fernanda machte im Casa de Valinhas für uns was klar. Diese Anlage lag nur 1 km weiter und bot 10 Doppelzimmer auf einem ehemaligen Hof an. Abends gab es ein Essen inklusive selbst angebauten Weins und gute Gespräche mit anderen Pilgern aus Deutschland, Holland und der Schweiz.

Der Weg.

Blumen Teil 1

Blumen Teil 2.

Verlassene Bauernhöfe, die dem Verfall freigegeben wurden.

Blumen Teil 3.

Unser Casa de Valinhas von außen.

Die Anlage von innen. Raum B, also der 2. von links unten, war unserer.

In diesem Gebäude gab es Abendessen sowie das Frühstück am nächsten Morgen.
Wieder ein eher gemütlicher Tag, dessen kurze Distanz sich dadurch erklärt, dass wir morgen die rund 18 km nach Rubiaes vor uns haben und nach Pilgerführer zwischendurch keine Unterkünfte zu erwarten sind. Ich lasse mal die Bilder für sich sprechen.

Neue Methode der Wegweisung mit Angabe der restlichen Distanz zu einem möglichen Etappenziel.

Gruppenfoto des Tages.

Hier hat ein Grundstücksbesitzer am Wegesrand ein Faible für Pilger und bietet Ihnen Trinkwasser, Bonbons, eine Bank im Schatten und sogar einen Mülleimer an. Danke, das ist toll!

Mittagessen, gut verdaulich und nicht müde machend - aber wo bleibt der lappige Spargel aus dem Glas?

Interessant ist nicht das Gebäude im Hintergrund, in dem wir gerade pausierten, sondern das im Vordergrund, welches eigentlich ein Briefkasten darstellt. Diese Dinger sind hier sehr beliebt.

Enge Straße in einem alten Dorf. Hier müssen Autofahrer und Fußgänger wirklich aufeinander Rücksicht nehmen, wenn alle heil durch kommen wollen.

Die 14 km von heute rissen wir natürlich auf einer Po-Backe ab, weshalb an diesem Fitness-Parque noch für ca. 1 Stunde ein Workout performten. So muss das mal.

Das wird im Sommer und Herbst mal ganz toll. wenn all die Trauben reif werden oder die Blätter sich rot verfärben.

Direkt am Anfang von Ponte de Lima stößt man auf diese wunderschöne Art "Flanier-Meile". Aus einigen Straßenleuchten kam sogar klassische Musik heraus.

Die olle Brücke von 1361. Über sie geht es Morgen weiter nach Norden Richtung Rubiares.

Was diese Gruppe Spanier darstellt, ist mir noch nicht klar. Ich schaue Morgen noch einmal nach.

Quiz-Frage zum Schluss: Wo genau wohnen die Pilger? Welches ist Ihr Balkon?
Kommentar:
#1 — Also, wenn ihr so weiter macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir uns noch auf dem Weg treffen!!!!
Wir können euch dann noch ein bisschen Gepäck abnehmen.
Grüße aus der Heimat und macht langsam, der Weg ist das Ziel......Buen Camino Bruder!
Das Hotel in Ponte de Lima kredenzte uns - wie zu erwarten war - ein reichhaltiges Frühstück mit diversen Käsesorten, Früchten, starkem Kaffee und allerlei anderen Sachen.
Entgegen den Tagen vorher hatten wir nun mit Abschnitten zu kämpfen, die entweder recht steil, steinig oder beides waren. Das war aber zu packen. Man muss sich halt daran gewöhnen und wegen der Schwitzerei viel trinken. Es waren auch diverse Abschnitte in Wäldern dabei. Nachmittags kamen wir in Rubiares in einer privaten Unterkunft "Casa das Lages" - direkt am Weg - unter und die Chefin Sophia umsorgte uns sehr rührig, was das Zimmer, das Waschen unseres Outfits und ihr Shuttle-Service zum einzigen Restaurant im Ort anging.

Blumenfelder.

Landschaft mit alter Frau, die Feuerholz gesammelt hatte.

Schöne rote Rosen umgeben von was auch immer. Was sind das Nutzpflanzen da rundherum? Eine Art Kohl?

Dann die ersten steinigen Wegen.

Ein Stück des Wegs verlief unter einer Autobahn. Jedenfalls könnte einem der Regen hier egal sein.

Ein kleiner Wasserfall neben dem Weg.

Ein Kreuz unterwegs, aber wohl nicht DAS Kreuz unterwegs, wo man auch hier Steine aus der Heimat ablegen kann.

Elvis lebt, dachte ich, als ich dieses Schweinchen sah. Ich kannte mal ein Schwein aus Marburg, das so hieß. Ich war ein großer Fan von ihm.

Selfie des Tages.

Wer es mit solchen Wegen nicht aufnehmen mag, sollte keinen Camino gehen.

Unsere Bleibe in Rubiares direkt am Weg.

Pilgermenü: Vorspeise, also Kohlsuppe, Brot, Cervesa und Panache oder so (Alsterwasser).

Pilgermenü: Hauptspeise, mit Salaten, toten Fischen und so.

Das Höhenprofil von heute.
Kommentar:
#1 — Liebe Claudi, lieber Michael, es fängt ja gut an. Gleich die ersten Kletter Steige. last es langsam angehen. Da möchte man sich mit an der Tisch setzen. Es sieht sehr lecker
aus. Ist ja schon einige Tage her. Wir müssen uns nun erstmal durcharbeiten. Gruß Rosi und Heinz
Hier mal fast ohne Bilder wegen schlechter Online -Perfomance, nix Pre-Paid, weil Sonntag usw.
Wir hatten heute erstmalig schlechtes Wetter zwischendurch, aber dafür die Grenze von Portugal (Adios) nach Spanien (Bienvenido) überschritten und somit Bergfest auf dem Weg nach Santiago de Compostela :-) Die chicen Regenponscho haben sich bewährt.

Lecker Frühstück bei Sophia. Nach all dem Regen schon in der Nacht, jedenfalls ein guter Start :-)

Selfie des Tages mit den chicen roten Regenponscho.

Grenze von Portugal nach Spanien auf der internationalen Brücken, die den Grenzfluss "Miños" überbrückt.
Kommentare:
#1 — Lieber Brudu, vielen Dank für die tollen Bilder.
Die Landschaft sieht großartig aus und vom schlechten Wetter können wir ja noch nichts sehen
.
Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg bei der Wanderung und gesunde Füße.
Liebe Grüße
Marijke
#2 — was für schöne Fotos. Euer Selfi steht Kopf. Kann ja sein, dass ihr so begeistert seit von eurer Wanderung. Tolles Frühstück!
Bitte weiter so mit Fotos und dabei großzügig sein.
Liebe Grüße deine Mutter /Annelie
Der einzige Vorteil von unserem letzten Zimmer in Tui war der, dass es verfügbar war. Ohne Frühstück hauten wir ab und labten uns ganz nett im Pilger-Store umme Ecke. Dann ging es bei kühlem Wetter los nach O Porriño. Zum ersten mal gab es Tortilla Espanol. Es ging weiter nach Mos. An drei Stellen wurde, wie bereits im Reiseführe gewarnt, an den Wegmarkierungen manipuliert, um die Pilger auf unattraktive, aber für die Gastronomen lukrative Alternativwege umzurouten. Sowas tut echt nicht Not. Im Mos musste dann eine Entscheidung her: Trotz des Kaputtseins noch 6-10 km weiter gehen und auf ein schönes Zimmerchen zu hoffen oder sich hier im Mos dem Schicksal fügen und zum ersten Mal eine Staatliche Herberge wagen? Letztes war unsere Wahl... :-)

Jo, ok!

Eine Spanische Autobahn, die wir querten. Ok, 1. Mai ist auch hier ein Feiertag, aber trotzdem...

Eine nette Stelle im Wald, die zur Rast einlud mit Kreuzen usw. Die genaue Bedeutung blieb unklar.

Claudia auf einer alten Brücke.

Wegweiser-Manipulationen - nicht jeder erkannte die Schwindelei, auf die aber unser Wanderführer schon rechtzeitig hinwies.

Wenn man die richtigen Wege erkannt hatte, dann ging es durch schöne Waldstücke wie hier und nicht durch Industriegebiete.

Wein zu linken, ein Bach zur Rechten und wir auf dem steinigen Weg mitten durch.

Totilla Espanol mit Brot usw. in der Mittagspause. Und mit einem Bier :-)

Selfie des Tages - weniger als 100 km nach Santiago.

Auch andere marschierten durch die Gegend, wenn auch nicht freiwillig. Wir trafen die Jungs später gegeüber unserer Herberge in einer Bar wieder, wo sie sich ein Bier gönnten.

Unser Schlafraum mit den 16 Betten.

Eine überglückliche Claudia in Ihrem Bettchen.
Kommentare:
#1 — Hallo ihr Lieben, nach langem Fußmarsch, die Stiefel von den Füßen, etwas ruhen, zum Abendbrot in die Kantine und dann wünschen wir euch gut´s Nächtlie. Wir zwei grüßen aus der Heimat. 
#2 — wie kann man so vielen Leuten in eine Nachtruhe kommen?. Habt ihr Ohrstöpfel mit oder viel und gut getrunken? Was für Fragen nach der Reise! Weiterhin gute Laune und heile Füße für euch. Mutti / Annelie
Zum ersten Mal sind wir heute über 30 km gelaufen. Geschuldet war dies der dürftigen Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, die keine Massenunterkünfte waren - aber der Reihe nach...
Die Nacht in Mos war nicht so schlimm, wie von einigen Pilgern befürchtet, also keine Hardcore-Schnarcher usw. Viele Pilger schliefen ziemlich lang und die Bar von gegenüber wollte bereits um 7:00 Uhr öffnen. Ich duschte, packte im Dunklen meine 7 Sachen und ging dann fertig gepackt zu meinem Kaffee in die Bar. Gegen 8:30 Uhr starteten wir dann zu Viert in Richtung Redondela, wo ich mir eine Spanische Prepaid-Karte kaufen konnte. Allein diese Arie dauerte etwa eine Stunde. Dann ging es weiter über den Ort Arcade am Wasser nach Potevedra. Mit Hilfe einer Navi-App fanden wie schließlich das Hotel umd später ein dürftiges Essen in der Hotelbar. Vermutlich aufgrund des Fussballspiels Real Madrid gegen Athletico, welches übrigens 3:0 ausging, waren sämtliche Restaurants in der Gegend geschlossen.

Unsere Staatliche Alberge in Mos.

Direkt dahinter konnte man bei der Entstehung einer sehr massiven Steinmauer zuschauen. Tatsächlich baut man hier immer noch mit massiven Steinquardern.

Selfie des Tages.

Häuserschluchten.

Anhalterin am Wegesrand. Irgendwer spendete oder entsorgte zwei sehr schöne Plastiksessel am Wegesrand im Wald.

Die Muschelwand.

Ein für mich doch zu reichliches Mittagessen. Die Bocadillos (belegte Baguettes) mit Tortillas (Kartoffelrührei) hätten schon gereicht. Lecker war aber der frische Saftmix im Glas mit Müslikripsies :-)

Brücke in Redondela.

Eine romantische Bucht.
Recht spät sind Claudia und ich gestartet und haben dafür drei Pausen eingelegt. Es war auch wieder recht warm und nach der ersten Pause trafen wir Conny und Franco wieder, mit denen wir den restlichen Weg bewältigten. Erst spät gegen 20:00 Uhr erreichten wir unser etwas abseits gelegenes Hotel und bekamen dort noch was zu Essen.

Statement gegen Gewalt in Pontevedra. Was bedeutet Xenero?

Kirche der Peregrina in Pontevedra.

Alte Brücke mit spiegelglattem Gewässer.

Endlich Tortilla (links) für Claudia und Salat (rechts) mit labbrigem Spargel aus dem Glas.

Neues Design: Gelber Pfeil auf blauem Grund. Sieht gut aus und ist gut zu erkennen.

Überqueren von Gleisen. Natürlich haben wir vorher nachgeschaut, dass kein Zug kommt.

Wegweiser des Camino und der eines alten Römischen Weges.

Rosen für die Damen! Bitteschön :-)

Dritte Pause mit Conny, Claudia und Franco auf einem Weingut zu dem uns der Wirt mehr oder weniger genötigt hat.

Müde "Action Dogs" in der Sonne. Der vordere Hund musste leider aufstehen, weil kurz darauf ein Auto kam.

Dorfleben am Abend mit allerlei Getier.
Kommentar:
#1 — Hey Claudi, hey Michi, tolle Tour, tolle Bilder. Weiter so! Und hier die Übersetzung lt. Google: Keine geschlechtsbezogene Gewalt. Na und nun: Schönes Wochenende, und bleibt gesund.
LG Karin
Dieser Tag war eigentlich eher unspektakulär, was die Landschaften und Bauwerke auf dem Weg angingen. Dafür gabe es umso mehr nette Gespräche mit Claudia, Conny und Franco. Die Pausen hatten wir aber etwas gestrafft und von unterwegs zwei Hotelzimmer gebucht, was den Rest der Etappe etwas entspannte. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir das Hotel und wuschen unsere Sachen, da wir Morgen eventuell schon Santiago erreichen...

Unser Hotel "Sena" in Caldes de Reis.

Unterwegs trafen wir Jose, einen ehemaligen Briefträger, der uns mit dieser Bar einen Geheimtipp gab. Natürlich war der Schuppen voll mit Pilgern :-)

Für Autofahrer weißt dieses Schild auf die letzten 30 km nach Santiago hin. Auch für uns ein untrügliches Zeichen, dass wir uns unserem Hauptziel nähern.

Claudia und Franco im Klönschnack.

Plattenbau für verstorbene Mitbürger.

Man beachte die kulinarischen Genüsse, die speziell auch Deutschen Pilgern angeboten werden.

Mhhhm - lecker, lecker!!!

Spanisches Straßenbegleitgrün in satten Farben.

Unsere Herberge, das Hostal Flavia. Es ist aber viel besser, als es hier vom Hinterhof aussieht.
Kommentare:
#1 — Liebe Claudia, lieber Michael, die Hotel´s finden wir alle super. Wir man sieht spielt das Wetter auch mit. Wir denken noch an die Regenzeit auf Michael´s ersten Tour und dann noch die kalten Temperaturen! Wir bewundern die schönen Blumen am Wegesrand und die Gemütlichkeit, die durch die Tiere auf den Straßen geboten wird. Nun noch eine gemütliche Pause am Abend, denn das Ziel kommt immer näher. Es grüßen Rosi und Heinzi
#2 — Hallo Ihr Beiden, wie freuen uns, Euch mit unseren Berichten eine kleine Freude zu bereiten. Liebe Grüße Claudia & Michael
Bevor wir zum Tagesgeschehen rüber schalten, wollen wir noch Franzi und Michael viele Grüße schicken. Beide werden uns in knapp zwei Wochen folgen und Franzi, die heute Geburtstag feiert, wünchen wir auf diesem Wege alles Gute :-)

Franzi und Michael 2015 auf dem Camino Frances
Für heute war schlechtes Wetter vorhergesagt und so präparierten wir uns entsprechend mit Regenschutz. Der Regen hielt sich aber in Grenzen und alle 8 km machten wir eine Pause. Es gab einige Steigungen und die Vororte von Santiago zogen sich dahin. Schließlich erreichten wir zu viert die Kathedrale und freuten und sehr über das erreichte Ziel. Nachdem wir uns ein Doppelzimmer für 60 Euro buchten, gingen wir um 19:30 Uhr ungeduscht und in Wanderkluft zum Gottesdienst in die Kathedrale und konnten erleben, wie der Botafumero - also der durch die ganze Kathedrale schwingenden Weihrauchtopf - zum Einsatz kam. Nach dem Gottesdienst gingen wir zu fünft beim Italiener von 2016 essen und zu müde für weitere Aktivitäten gingen dann ins Bett.

Unser Hotel in Padron - herzlich und einladend.

Friedhof mit schön geschmückten Gräbern.

Das hatte ich in Portugal schon gesehen, also gepökelten Fisch. Das würde ich gern mal probieren. Wie isst man das?

Hier kann man beobachten, wie die Natur sich einen buchstäblich eingefallenen Hof zurück erobert.

Unterwegs im Regen: Franco und Claudia.

Drei laut bellende Köter mit ausgeprägtem Revierverhalten. Niemand will bei ihnen einbrechen und wahrscheinlich sind sie nur einsam.

Santiago de Compostela. Der erste Turm der Kathedrale kommt in Sicht :-)

Yes, I was here!!!

Yes, we were here!!!

Die tolle Pilgergruppe der letzten Tage: Michael (D), Claudia (D), Franco (CH) und Conny (A).

Botafumero im Einsatz.
Morgen geht es weiter, wenn auch ohne Franco und Conny. Fisterra und Muxia rufen...
PS: Hier ein Hinweis für Franzi & Michael. An dem Stamm dieser Palme müsst Ihr suchen:

Good luck!
Kommentare:
#1 — Yeah, you did it! Wir sind so aufgeregt! Noch 10 Tage und ein Keks! Meine Sachen liegen schon auf dem Fußboden und sind zum Einpacken bereit. Der Meilenstein mit Palme im Hintergrund, ist schon als Bildschirmhintergrund gespeichert! Good luck for the last part of the camino!
#2 — Ja, freut Euch. Das ist ein toller Trip. Ihr werdet ihn genießen. Liebe Grüße aus Negreira, C&M
#3 — Wir sind stolz auf euch. Ihr seid endlich am Ziel. Herzlichen Glückwunsch. Kommt wohlbehalten wieder in der Heimat an.
Claudia, ihr seid ganz tolle Sportler. Bis zum Europa-Ende werdet ihr es auch noch schaffen. Nicht so dicht an die Felskante gehen! Sind die Schuhsohlen noch nicht durchgelaufen? Weiterhin TOI,TOI,TOI !!! Herzliche Grüße senden Euch Rosi und Heinzi.
Direkt nach dem Frühstück gingen wir ins Pilgerbüro, um uns unsere Compostela abzuholen. Dann wieder zurück ins Hotel, Rucksäcke packen, von Conny und Franco verabschieden und los. Nur am Anfang regnete es leicht und wir irrten noch etwas durch den Uni Campus von Santiago, bis wir Santiago hinter uns ließen. Längere Steigungen machten uns das Wandern schwer. Schließlich erreichten wir aber doch noch Negreira und kamen in einem Hostel unter, welches uns auch ein anständiges Pilgermenü anbot.

Dies ist die Compostela, also Urkunde dafür, dass man einen Jakobsweg mit entsprechenden Nachweisen hinter sich brachte. Allerdings geht man einen solchen Weg sowieso nur für sich selber und hat alle Erfahrungen im Herzen gespeichert. Trotzdem nehme ich die Compostela mit.

Unsere Pension (Pension Obradoiro, Rua do Pombal 44, +34 981 57 07 22) in Santiago mit einem winkenden Franco.

Ein letzter Blick auf Santiago und die Kathedrale.

Die Wegweiser nach Finisterre tragen immer noch den Schriftzug "Camino de Santiago", aber es gibt auch neue Monolithen und neue und gute andere Wegweisungen.

Ein leckerer und erfrischender Pausensnack.

Ja, ja, ich weiß, schon wieder ein Kornspeicher, aber warum hat er an dem einen Ende des First immer ein Kreuz und auf dem anderen eine Art Spitze? Was sagt der Erklärbär dazu?

Schöne Landschaft mit alter Brücke.

Selfie des Tages von der Brücke.

Unser Hostel in Negreira.
Heute war ein guter Start mit Frühstücks-Buffet. Um 9:30 Uhr ging es bei tollem Wetter los - nicht zu heiß und nicht zu kalt und mit viel frischer Luft. So ging das bis mittags bis etwa in Vilaserio, wo wir eine Essenspause einlegten. Danach wurde das Wetter drückender und die Sonne brannte trotz der nur 27 Grad ganz heftig. In Santa Marina kamen wir, weil es in der Nähe nichts besseres gab, in einer privaten Alberge unter... Immerhin wird dort ein Pilgermenü für 10 Euro angeboten.

Das Stadttor von Negreira.

Das Selfie des Tages vor dem selbigen Stadttor.

Schöne und weite Landschaften.

Ein halber Carli, der in der Sonne döst.

Eine Wasserstelle für eine kurze Rast und Nachfüllen der Wasserflaschen.

Der nächste Ort kommt näher, wobei wir uns ja eher dem Dorf nähern, oder so.

Ein idyllische Brücke.

Mittagessen in Vilaserio mit einem alkoholfreien Weizen.

Weite Landschaften mit Wegmarkierung. Hier kann man die Augen trainieren, indem sie mal wieder Weite erfassen müssen.

Unsere Alberge in Santa Marina.

Unser Sechsbettzimmer mit eigenem Bad. Da wir dort allein waren, war es schon wie ein eigenes Zimmer. Es roch allerdings sehr merkwürdig dort. Vermutlich wurde es wegen Ungeziefer begast, aber sicher ist das nicht.
Kommentare:
#1 — Arme Claudia, hoffentlich tut es nicht so weh, aber der Fuß ist tadellos sauber! Ich bin begeistert, endlich wieder Spargel auf euren Salaten zu sehen. Ist doch was vertrautes. Ich muß fast täglich den frischen weißen Spargel essen. Lauft behutsam
weiter zu eurem Ziel. Alles Liebe euch
#2 — Was hast du gemacht? In den steinigen Wegen umgeknickt? Hoffentlich geht's noch bis zum Ende. Warst du beim Arzt? Eure Fotos sind ganz toll, auch die Bildunterschriften. Wann seid ihr zurück? Hier ist es kalt, aber sonst alles OK! Es sind die Eisheiligen und die kalte Sophie, die kommen immer im Mai.
Viele herzliche Grüße und gute Besserung von Rosi und Heinzi 
#3 — Danke für Euer aller Mitgefühl für meine Füße. Sie sind einfach ein wenig überanstrengt. Ich hab nur ein paar Blasen bzw Abschürfungen überklebt - sonst ist alles ok. Viele Grüße aus Fisterra 
Die restlichen Tage werden langsam knapp, wenn wir Fisterra und Muxia noch besuchen wollen. Die möglichen Etappen liegen, ähnlich wie 2016, relativ ungünstig. So gingen wir also nur die 17 km bis Logoso, weil wir sonst die weiteren 17 km bis nach Cee ebenfalls noch hätten laufen müssen. Also heute ein kurzer Weg, aber dafür Regeneration für die nächsten Tage.
Durch die Bewölkung war die Sonne nicht so brennig und es gab wieder viel weites Land, Berge, Täler und Getier zu sehen.

Sunny Cat Field.

Für die Blumenfreunde.

"Pole Position" der schwarz-bunten Holsteiner. Es wirkte, als warten sie darauf, dass sich die Pforte öffnet und sie auf ihre Wiese stürmen dürfen.

Weites Land.

Heidelandschaft.

Claudia on Tour.

Bergiges Land.

Unsere Herberge bzw. unsere daran angeschlossene Pension.

Unser Abendessen mit Pimientos de Padron (rechts), Gambas al Ajillo (oben) und Spaghetti (unten). Ich bekam dann noch toten Fisch mit Salat.
Kommentare:
#1 — Musste ich einfach mal loswerden: schaue immer wieder gern rein, schöne Berichte. Danke.
#2 — Guten Morgen Frank, so eine Tour wäre ja vielleicht auch mal was für Euch, oder? Für Sportskanonen wie Euch sicher kein Problem. Liebe Grüße, Michael
#3 — am ? Am Sonntag ist mal wieder Essen bei mir angesagt (Spargel und Erdbeeren). Es wäre schon schön, mehr Besuch zu haben. Ich finde es toll, die schönen Fotos zu sehen und auch stimmungsmäßig was zu hören. Weiterhin eine gute Reise für euch. Liebe Grüß, Mutti
Heute wollten wir mal antesten, ob wir es heute bis Fisterra und morgen bis Muxia schaffen, was beides mal über 30 km am Tag zu laufen wären. So starteten wir also verhältnismäßig früh und kamen wegen des bedeckten Himmels gut voran. Nach 17 km in Cee gab es erst mal Pizza für den kleinen Hunger zwischendurch. Den Weg bis Fisterra schafften wir auch noch und waren nach 30 km im "Hotel Mar de Fisterra". Nach einer Pause dort, ging es weiter in die Stadt und zum Leuchtturm. Den Stempel vom Leuchtturm gibt es übrgens im Hotel nebenan und zwar kostenlos :-)

Hier muss man sich nun entscheiden: Fisterra oder Muxia?

Selfie des Tages am Monoliten der Entscheidung.

Typischer, langer Weg bis Cee.

Das Meer und Kap Finisterre kommen in Sicht.

Und nun sieht man auch die Bucht von Cee.

Elektroinstallation vom Feinsten mit Vereilerkästen in ergonomischer Augenhöhe.

Für den kleinen Hunger zwischendurch.

Grußrichtungspfeil nach Fisterra für spätere Pilger aus Hamburg :-)

Die Bucht von Fisterra.

Der Küstenweg nach Fisterra.

Unser Hotel "Mar de Fisterra" für 60 Euro mit Frühstück und echt tollem Meerblick.

Drei Pilger unterwegs.

Jo, der Leuchtturm von Kap Fisterra ist bei km 0,00 erreicht.

Abendessen: Pulpo und Kuchen.

Die Fisterrana, also die Urkunde als Beleg, dass man auch Fisterra erreicht hat.
Kommentar:
#1 — Jo, nun seit ihr an km "0"! Hier ist das Ende der Welt.....
Ich freu mich schon auf euren/deinen Bericht nächste Woche hier! 4 Tage noch arbeiten, dann bin ich auf den Weg.... Ich bin so voller Vorfreude! Lecker....Pulpo! Hat mir auch geschmeckt"
Die ganze Nacht hörten wir die Brandung in der Bucht und nahmen am Morgen an, dass es die ganze Zeit schon in Strömen regnet. Schlechtwetter war aber angesagt und so zogen wir im Regenponschon nach Muxia. Der Weg war überraschend gut und sehr recht frisch in beide Richtungen ausgeschildert. Nur 2-3 mal mussten wir an Weggabelungen den Weg ausprobieren. Leider gibt es nur in Lires, also etwa auf halber Strecke, überhaupt eine Bar. Die letzten beiden Stunden waren ohne Regen und zum Schluss sogar mit Sonne. Wieder bekamen wir ein Hotel mit Seeblick für 40 Euro ohne Frühstück. Nach einer Pause gingen wir noch zur Heiligen Kirche am Wasser. Leider war sie geschlossen. Auf dem Rückweg gingen wir noch Essen und das wars.

Die Bucht in Fisterra am Morgen aus dem Hotelzimmer gesehen.

Wegweiser nach Muxia. Die Gegenrichtung trägt die Inschrift "Fisterra".

Ein schöner Esel unterwegs - leider angekettet und allein.

Ältere Wegmarkierung zwischen Fisterra und Muxia.

Landschaft mit tief hängenden (Regen-) Wolken.

Ein unbemannter Versorgungsstand am Wegesrand. Essen und Trinken und Stempel gegen Spende (Donativo).

Eine schöne Bucht lässt sich nach viel Wald mal wieder blicken.

Typische Aufgaben am Camino :-)

Der Leuchtturm von Muxia.

Die Kirche in der Bucht.

Wir, am Ende des Weges.

Tolles Kunstweg in der Bucht.

Unser Hotel "La Cruz" am Abend.

Die Muxiana, also die Urkunde, die ausweist, dass man auch nach Muxia gepilgert ist.
Kommentar:
#1 — Liebe Claudia, lieber Michael.
Da habt ihr es bewiesen, wenn auch die Füße etwas brennen, wir nehmen an, euch geht es gut. Nun in den Flieger und wir können euch in der Heimat wieder in die Arme schließen. wir wünschen einen angenehmen Flug und happy landing!
Ganz liebe Grüße von Rosi und Heinzi
Um 5:45 Uhr klingelte unser Wecker, weil wir dann entscheiden wollten, ob wir den Bus zurück nach Santiago um 6:45 Uhr oder um 14:30 Uhr nehmen wollten. Die Wahl fiel auf 6:45 Uhr und so saßen wir dann also zeitnah für etwa 2 Stunden ohne Frühstück in dem Bus zurück nach Santiago. Dort regnete es sehr und wir nahmen in einer Bar zunächst ein Frühstück ein, bevor wir unser altes Zimmer vom Freitag zuvor wieder buchten und bezogen.
Um 12:30 Uhr waren wir pünktlich in der Kathedrale, in der der Gottesdienst allerdings schon voll im Gange war. Vermutlich wegen der Anwesenheit eines Kardinals bot die Kirche alles auf, was möglich war - also die singende Nonne sowie den Botafumeiro.
Den Rest des Tages verbrachten wir in der Stadt beim Bummeln, im Pilger-Museum, in Nippesläden sowie bei Speis und Trank.

Die "Bota-Boys" in Aktion. Mit Glück klappt auch der Video-Link.

Selfie des Tages mit ausgepenteltem Botafumeiro im Hintergrund, den man nicht mit Schwung an die Birne kriegen sollte.

Dies ist die verregnete Ansicht der Türme der Kathedrale vom Museum nebenan.

Mittagssnack: Galette Suecia, also salziger Pankoken mit Lachs und Schmand.

Abendessen beim Italiener: Tagliatelle mit Steinpilzen und Trüffeln sowie Salat.

Da es beim Italiener keine "Tarta de Santiago" gab, eine Mandelkuchenspezialität von hier, zogen wir in eine Bar um, die uns das bieten konnte.
Morgen geht es, wenn alles klappt, mit dem Flieger mittags via Frankfurt zurück nach Hamburg. Eingecheckt sind wir schon.
Kommentare:
Wir gingen um 8:00 Uhr noch einmal in die Kathedrale, weil dann zu dieser Zeit dort nichts los ist und weil man sich alles in Ruhe ansehen kann. Dann gab es in der Pension noch ein Frühstück von den netten Besitzern und wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof, wo uns ein Bus für 3 Euro in 20 Minuten zum Flughafen fuhr. Mittlerweile wird Santiago de Compostela (SCQ) von Lufthansa angeflogen weshalb dies auch unser Rückweg war:
Flug LH1111, Santiago (SCQ) - Frankfurt (FRA) und Flug LH24, Frankfurt (FRA) - Hamburg (HAM)

Letztes Selfie des Tages am Flughafen mit einem Mittagshappen.

Unser Flieger (A319) nach Frankfurt mit Sonderlackierung.
Damit ist unser Camino beendet und ich kann mich so langsam an die Planungen für die Via de la Plata 2018 machen... :-)