Liebe Familie, Freunde und Folger,
im Juni 2025 war ich wieder auf dem Weg und somit meinen Deutschen Jakobsweg (Via Baltica), den ich 2024 mit dem Weg von Hamburg nach Osnabrück gestartet hatte (LINK), vollendet. Dabei folgte ich dann im Wesentlichen der Via Coloniensis, also dem Weg von Osnabrück über Münster, Köln und Trier bis nach Perl. Perl ist der Grenzort im Dreiländereck Deutschland, Frankreich (Apach) und Luxemburg (Schengen).
Übersicht aller Etappen
Dargestellt sind in der Tabelle die real gegangenen Etappen. Die Links in der Datum-Spalte helfen beim schnellen Navigieren zu den einzelnen Tagesberichten.
| Etappe |
Datum |
Tag |
Von - Bis
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Distanz [km] |
Auf [m] |
Ab [m] |
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28.05.25 |
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Vorbetrachtung und Vorbereitungen |
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| 1 |
29.05.25 |
Do |
Anreise nach Osnabrück, 1. Etappe nach Leeden |
22,6 |
170 |
140 |
| 2 |
30.05.25 |
Fr |
Leeden - Ladbergen |
23,6 |
150 |
200 |
| 3 |
31.05.25 |
Sa |
Ladbergen - Münster |
30,3 |
70 |
70 |
| 4 |
01.06.25 |
So |
Münster - Herbern |
33,6 |
90 |
70 |
| 5 |
02.06.25 |
Mo |
Herbern - Werne - Lünen |
29,6 |
150 |
180 |
| 6 |
03.06.25 |
Di |
Lünen - Dortmund - Syburg |
30,3 |
330 |
190 |
| 7 |
04.06.25 |
Mi |
Syburg - Herdecke - Gevelsberg |
28,5 |
600 |
630 |
| 8 |
05.06.25 |
Do |
Gevelsberg - Lennep - Wermelskirchen |
33,7 |
730 |
590 |
| 9 |
06.06.25 |
Fr |
Wermelskirchen - Altenburg - Köln |
39,6 |
180 |
440 |
| 10 |
07.06.25 |
Sa |
Köln - Brühl - Weilerswist |
34,4 |
260 |
180 |
| 11 |
08.06.25 |
So |
Weilerswist - Euskirchen - Bad Münstereifel |
30,0 |
290 |
130 |
| 12 |
09.06.25 |
Mo |
Bad Müstereifel - Mülheim |
22,2 |
480 |
270 |
| 13 |
10.06.25 |
Di |
Mülheim - Blankenheim - Kronenburg |
28,2 |
600 |
530 |
| 14 |
11.06.25 |
Mi |
Kronenburg - Prüm |
26,7 |
520 |
610 |
| 15 |
12.06.25 |
Do |
Prüm - Waxweiler |
28,3 |
480 |
580 |
| 16 |
13.06.25 |
Fr |
Waxweiler - Mettendorf |
28,1 |
630 |
710 |
| |
14.06.25 |
Sa |
Mettendorf - Trier |
(6,1) |
(0) |
(0) |
| 17 |
15.06.25 |
So |
Trier - Mannebach |
20,8 |
250 |
150 |
| 18 |
16.06.25 |
Mo |
Mannebach - Perl |
26,7 |
340 |
360 |
| 19 |
17.06.25 |
Di |
Herumbutschern im Dreiländereck |
16,2 |
210 |
210 |
| |
18.06.25 |
Mi |
Rückreise nach Hamburg |
(0) |
(0) |
(0) |
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: |
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19.06.25 |
Do |
Nachbetrachtungen |
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Summe: |
533,0 |
6540 |
6240 |
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Mittelwerte: |
28,1 |
334 |
328 |
| |
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Pilgerführer
Wie immer begleiteten mich die bewährten Pilgerführer vom Conrad Stein Verlag - diesmal mit Ingrid Retterath, Martin Simon und Klaus Engel als Autoren.
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Jakobsweg von Bremen nach Köln Band 301, 3. Auflage, 2025, 16,90 Euro, LINK |
Jakobsweg Via Coloniensis von Köln nach Trier Band 241, 3. Auflage, 2024, 15,90 Euro, LINK |
Jakobsweg von Trier nach Vezelay Band 194, 3. Auflage, 2021, 16,90 Euro, LINK |
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Karten und das Wetter
Die Karten vom Conrad Stein Verlag zeigen sehr gut den Verlauf des Wegs mit den Teilstrecken aus den drei Büchern, also von Osnabrück nach Köln, von Köln nach Trier und von Trier nach Vezelay, wobei ich nur bis zum Grenzort Perl gehen möchte. Das Wetter ist wegen der Klimaschwankungen natürlich nicht einfach vorhersehbar, aber ich habe mir bei www.wetteronline.de im Rück blick der Jahre 2022 und 2023 für Hamburg und Osnabrück angesehen und in einem PDF zusammengefasst, aber selbst ohne das Internet weiß man, dass man im Juni weder Mütze noch Schal benötigt - interessant war es aber schon, dass all die Daten verfügbar sind.
Teil 1 von Osnabrück nach Köln aus Band 301

(Verwendung der Karte mit freundlicher Genehmigung des Conrad Stein Verlags vom 30.08.2024) (Großansicht)
Teil 2 von Köln nach Trier Band 241

(Verwendung der Karte mit freundlicher Genehmigung des Conrad Stein Verlags vom 30.08.2024) (Großansicht)
Teil 3 von Trier nach Perl (Vezelay) aus Band 194

(Verwendung der Karte mit freundlicher Genehmigung des Conrad Stein Verlags vom 30.08.2024) (Großansicht)
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Orientierung mit Hilfe von GPS
Auf den Webseiten des Conrad Stein Verlags kann man sich die GPS-Tacks aller Wege als GPX-Dateien herunterladen. Mit Hilfe von Komoot und einem einfachen Texteditor konnte ich daraus einen einzigen Track von Osnabrück bis nach Perl basteln und in Komoot einbinden. Eine Navigation in Komoot ist in Orten oder Gegenden mit schlechter Ausschilderung sehr hilfreich und sogar im Flug-Modus von Smartphones möglich, um die Batterien zu schonen. Dies ist die GPX-Dateil zum Herunterladen (LINK).
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Was Komoot zum GPS-Track anbietet
Komoot analysiert den GPS-Track und liefert weitere Infos zum Weg.
Gesamtkarte des GPS-Tracks

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Tourenprofil, Wegtypen und Wegbeschaffenheit

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Kommentare:
Vorbetrachtungen und Vorbereitungen
Unterwegs in Deutschland
Bereits im letzten Jahr probierte ich erfolgreich das Pilgern in Deutschland auf der Via Baltica zwischen Hamburg und Osnabrück aus (LINK) und es lief im Grunde alles gut. Von daher mache ich mir jetzt keine Sorgen, was das Gehen und die Unterkünfte angeht - nur rechne ich damit, unterwegs wieder viel allein zu sein und kaum andere Pilger zu treffen, was manchmal schade ist.

Änderungen an der Ausrüstung

Dieses tolle iPhone-Kabel hatte ich 2024 von Annette geerbt. Es ist ca. 3 m lang und und franselt nicht in kürzester Zeit kaputt - anders als die originalen Kabel von Apple, die wirklich nichts taugen und nur teuer sind. Großer Dank an Annette :-)

Ich hoffe nicht, dass ich das Anti-Mücken-Zeug von Anti-Brumm benötige, aber ich bin hauptsächlich im Juni und teilweise in waldreichen Gebieten wie dem Teutoburger Wald und der Eifel unterwegs und möchte nicht das Opfer von Mücken werden. Erfolgreich getestet hatte ich es schon im Vorwege, aber man weiß nicht, ob es nicht auch schädlich für die Menschen ist.

Ich weiß, den aufkeimenden Faschisten in diesem Lande wird das kein Hindernis sein, aber trotzdem werde ich Hundehaufen entlangs des Wegs mit kleinen bunten Warnfähnchen versehen, damit niemand aus Versehen hineintritt. Mit einem bunten selbstgebastelten Ausdruck, Schaschlikspießen sowie etwas Klebe sind sie schnell gebastelt.

Was die Mitnahme von Stöcken angeht, habe ich mich entschieden. Der eine hat zwar einen kleinen Bruch an der Spitze, aber ich nehme sie nochmal mit. Danach werden sie dann ersetzt. Beim Auf und Ab in der Eifel ist ihr Einsatz sicher angebracht, aber im flachen Land sind sie halt auch Ballast. Sie verhindern aber unterwegs zuverlässig dicke Hände :-)
29.05.2025 - Anreise nach Osnabrück und erste Etappe nach Leeden (22,6 km)
Mancher Start ist ruckelig und als ich gestern pro forma das Installieren von Fotos probierte, stellte ich fest, das mein JCE-Editor (V 2.9.87) von Joomla! dies zumindest auf meinem Telefon nicht mehr inklusive variabler Bildformatanpassung macht. Suchen, Recherchen und Tests brachten mich so um den Schlaf. Ich will das auch gar nicht im Detail beschreiben, aber ich habe nun doch einen Trick gefunden, diese Seite trotzdem mit Bildern und Texten zu füllen.
Hier der Zeitplan von heute:
- 03:45 Raus aus dem Bett, Kaffee, usw.
- 04:45 Raus aus der Bude
- 04:56 U1 nach'm Hauptbahnhof hin
- 05:27 Ankunft am Hbf
- 05:46 Abfahrt mit ICE515
- 07:32 Pünktliche Ankunft in Osnabrück
- 08:00 Erster Stempel im Dom St. Peter
- 13:15 Ankunft in Leeden nach 22,6 km
Trotz Erkältung und Eisenbahn hat wirklich alles gut und pünktlich geklappt. Kein Regen, kein Stress, aber auch nix tolles zu sehen, aber seht selbst:

Der Müde-Michel um 4:50 Uhr am U1-Bahnhof Langenhorn-Nord.

Dies ist der Dom St. Peter oder auch St. Petri in Osnabrück. Mit dem Pfarrer schnackte ich noch einen Moment und dann sollte es eigentlich einen lecker Kaffee geben. Nix da, nicht eines von dutzenden Cafés hatte geöffnet - was soll's, ein Los, das die Pilger manchmal trifft.

Auch in Osnabrück warnt man offensichtlich die Passanten mit bunten Fähnchen vor dem Hineintreten in Hundehaufen.

Ein schöner und grüner Weg durch die Natur...

...und drei Minuten später unter der A30.

Es gab hier einige Getreidefelder, deren Bilder mit Mohn und Kornblumen aufgelockert wurden.

Kuh und Kalb in geselliger Eintracht.

Der Käfer erinnerte mich an mein erstes Auto - ein VW 1302 Limousine in der Farbe "Clementine L20D", den ich für 250 Mark und 28 Tüv-Mängelpunkten einem Bekannten abkaufte. Das war eine geile Zeit und jede Fahrt damit ein Abenteuer... 😀👍

Zeichen des Pilgerwegs, aber verwegen fand ich das Eisenschwein auf dem Rasen.

Ein chaotischer und wilder Garten mit Leben...

...und das biologisch tote Gegenteil davon - gruselig!

Hier machte ich eine Pause - natürlich ohne Kaffee.

Das ist meine Bleibe von heute, das Hotel Stiftschänke in Leeden. Die Leute sind sehr nett und freundlich hier.

Ein bischen angestrengt sieht er ja aus, aber er hat es geschaft und bekam nun seinen wohlverdienten Kaffee.

Ein sauberes Bettchen mit Hankantenknick im Kopfkissen, in dem ich diese Nacht sicher gut schlafen werde :-)

Abendessen mit richtigem Spargel und einem Krefelder.
Kommentare:
Leider konnte ich am Abend vorher keine Unterkunft in Schmedehausen (ca. 27 km) buchen, weil die Telefonnummern nicht stimmten, niemand abhob oder was auch immer. Selbst im Pastorat, wo man mit Wolldecken und Feldbetten helfen würde, kam ich nicht weiter. So buchte ich verfügbares Zimmer im Waldhaus in Ladbergen (ca. 23 km).
Der Weg selbst war wieder recht unspektakulär. Schon durch das lange Wochenende ist nicht viel los. Das ist ja auch gut so und auch das Wetter war fein.
Morgen geht es mit teurer Buchungen weiter nach Münster (ca. 32 km) und dann nach Herbern (ca. 33 km), wofür Booking zumindest ein brauchbares Angebot hatte.

Das Frühstück war reichhaltig und lecker. Auf Nachfrage durfte ich ein Brötchen für unterwegs mitnehmen und bekam sogar eine Tüte dazu. Weil es erst um 8:00 Uhr began, konnte ich erst spät gegen 8:45 Uhr starten.

Für schlechte Zeiten kaufte ich im Hotel noch ein paar Cracker - super, wenn unterwegs der Magen mal in den Knien hängt.

Tag 2 kann kommen.

Unterwegs auf einem Pfeiler entdeckt. Hat noch keiner angemalt oder beschädigt.

Das fand ich im Wald. Aus der Ferne hielt ich es für eine Krippe oder religiöse Stätte. Was ist das? Voodoo? Spaß an der Freude?

Ein typischer Weg von heute.

Ein Blick von einem erhöhten Punkt.

In Deutschland sind solche Hinweise wohl notwendig.

In Legerich bekam ich einen leckeren Cappuccino mit Hafermich. Das Café Famano beschäftigt nur Menschen mit Behinderungen und es war sehr nett dort.

Ein Tunnel des Grauens, wie ich ihn bisher auf jedem Camino überwinden musste. Er war aber beleuchtet und frei von zwielichtigen Gestalten.

Wieder so eine hübsche Allee.

Das, was hier wie Zweige aussieht, sind kräftige Äste und Stämme, die jemand kunstvoll zusammengelegt hat.

Ein privates Angebot für Pilger und Wanderer. Gegen eine Spende (Donativo) konnte man sich bediehnen und pausieren.

Der Zielort Ladbergen ist erreicht, aber ich musste den Ort noch fast ganz kreuz und quer passieren. Natürlich wurde der Weg an der Kirche des Ortes vorbei geleitet und natürlich war die Kirche verschlossen...

Also geht es nochmal an einem schönen Bach entlang - besser als später das Gewerbegebiet.

Meine heutige Unterkunft ist das "Waldhaus an de Miälkwellen" für 85 Euro die Nacht. Im Buch (Ausgabe 2025) war es noch mit 65 Euro angegeben.

Das Zimmer ist aber ok.

Anstatt 300 g Spargel, für den man 32 Euro (!) bezahlen sollte, gab es ein hoffentlich gesundes, weil gemüsehaltiges Curry für 15 Euro.
Um 7:00 Uhr gab es Frühstück, wenn auch sehr einfach und günstig für die Wirtsleute. Mit Vegetariern als Gäste ist man noch nicht so sehr vertraut - so freue ich mich jetzt schon auf einen heimischen Haferbrei mit zermatschter Banane, Nüssen und eventuell Blaubeeren oben drauf :-)
Das Wetter war durchgängig sonnig und mit 22-25°C fast schon zu warm. Gut eingecremt machte ich mich in kurzer Hose und Shirt auf den Weg. Zu mindestens 2/3 des Wegs war ich im Schatten von Bäumen unterwegs, was mich zum leichten Opfer von Monster-Mücken machte. Also musste Antibrumm es erfolgreich richten, aber das klappte gut. Es ging durch Wiesen, Felder, Wälder, Gestrüpp und auch mal am Dortmund-Ems-Kanal entlang. In Münster angekommen, merkt man, dass man hier den Radfahrern deutlich mehr Raum einräumt als in Hamburg. Ok, Hamburg macht seine Hausaufgaben ebenfalls.

Mein Frühstück - mehr möchte dazu nicht sagen.

Ein Maikäfer, wie man ihn nur noch selten sieht.

Ländliche Idylle, aber immerhin fährt der Bus Mo-Fr vier mal täglich zu einer Schule.

Der Weg am Dortmund-Ems-Kanal - war auch mal gut.

Dann wieder ab ins schattige Grün, wo die Mücken auf mich warteten.

Kurz danach gab leider die gute Polar-Uhr auf. Ich hatte sie von Karate-Carsten. Mal schauen, ob er etwas damit machen kann.

Meine rechte Wade nach der 10-Sekunden-Attacke der Mücken.

Hübsche bunte Pflanzen sieht mal hier überall am Wegesrand. Entsprechend auch viele Insekten und Vögel.

Im Hofladen von Nahrup bekam ich außer der Reihe einen Kaffee, weil das dazugehörige Café erst um 12:00 Uhr öffnen sollte. Das fand ich sehr nett. Im Raum nebenan wurde derweil Spargel gewaschen und nach Größe und Qualität sortiert.

Wieder ein grüner Weg im Schatten.

Tja, was gibt es hier zu sehen? Lösung: Der Schneckerich unten links und man kann anhand seiner Spur erkennen, wo er herkam. Zusammen mit seinem Freund rette ich ihn links ins Grün :-)

Ist das Spargel, wenn man ihn austreiben lässt?

Wieder ab ins kühle und schattige Grün.

Eine kurze schattige Rast bei Maria.

An diesem sumpfigen Tümpel gaben sich quakende Frösche ein Stelldichein.

Dann wieder ein Stückchen grüner Wald.

Das Städtische von Münster kommt langsam in Sicht.

Die Innenstadt von Münster mit ganz vielen Menschen. Ob das alles Einheimische oder auch viele Touristen waren, kann ich nicht sagen.

Mein Hotel Agora am Aasee. Mein Zimmer ist das mit dem offenen Fenster, an dem die Wanderstiefel auslüften. Findet Ihr es?

Ein kleiner Raum für stolze 104 Euro pro Nacht. Ok, dazi gehört ein Nebenraum mit Sofa, Tisch und Stuhl, aber wer braucht das schon? Etwas Günstigeres fand ich aber nicht.

Dicke Augen, aber geschafft und auf der Suche nach Futter. Hinter mir liegt der sehr schöne Aasee. Er erinnert mich an die Außenalster.

Richtig leckeres Essen fand ich beim Syrer "Elben" um die Ecke. Die nette Lilli empfahl mir Manakish, Hummus, Brot und scharfen Dip sowie dazu ein alkoholfreies Pinkus, das wohl hier gebraut wird. Das Elben wäre meine Empfehlung für weitere Essen, aber morgen geht es ja erstmal wieder 30 km auf zwei Teiletappen aus dem Buch - also via Rinkerode (16,9 km) nach Herbern (+15,6 km)
Kommentare
Trotz Techno-Mucke von einer Wiese gegenüber, hatte ich unter Zuhilfenahme von Ohrstöpseln gut geschlafen. Das Wetter war wieder super, also ohne Regen, etwas kühler als gestern und die Sonne etwas gedämpfter. Die Wege waren aber eintönig und belastend für die Gelenke. Trotz diverser Grünpatenschaften gibt es hier doch noch viel mehr Stein- oder Schottergärten.

Gestern schwärmte ich noch davon und heute gab es z.B. Haferbrei mit Nüssen sowie Brötchen mit Ei und Käse.

Der lange Spiegel im Zimmer machte es möglich, meine Gewänder für warme Tage zu präsentieren - also Bitte.

In Münster und nachfolgenden Orten traf ich immer wieder auf begrünte Baumscheiben mit/ohne Genehmiging der Stadt.

...

Ich mag es irgendwie den Gleisanlagen nahe zu sein. Als kleines Kind liebte ich das bereits und in meiner Erinnerung müssten wir 1969/1970 in Hamburg-Harburg vereinzelt noch Dampfloks gesehen haben. Das muss ich nochmal eruieren...

Noch eine Baumscheibe mit Grenehmigug der Stadt. Das Bezirksamt Hamburg-Nord genehmigt das nicht mehr, nur weil irgend so ein Honk die störenden Wurzeln abhackte.

Wieder mal eine schöne Allee.

Noch mehr privates Bunt.

Unterwegs - satt und zufrieden.

Zirka 4 km ging der Weg parallel an Bahngleisen entlang...

Hier ein kleiner orange-gelber Schmetterling oder Falter - ein Zitronenfalter? Jedenfalls der Erste auf dieser Reise. Bedenklich.

Gewaltiger Lavendel - ein Festessen für Insekten aller Art.

Am Zwischenstopp der Etappe im Hotel Lühmann in Rinkerode tat dieser kleine Beilagensalat richtig gut und belastete den Organismus nicht. Der Kellner war sehr nett und freute sich, dass er mich wieder etwas aufpäppeln konnte.

Das war ein typischer und langweiliger Weg von heute. Da muss man Durchhalten.

Eigentlich war ich an den sonderbaren blau-grünen Tüten interessiert, bis ich den Vogel entdeckte, der vermutlich ein Fasan war.

Später gab es von privat ein kostenloses Getränkangebot an Wanderer und Pilger. Sitzgruppe links vom Weg und Kühlschrank mit Getränken und Tagebuch rechts vom Weg - tolle Idee :-)

Noch so ein unschöner Weg auf hartem Asphalt. Die Knie leiden dabei.

Endlich am Zielort angekommen.

Mein Hotel "Zum Wolfsjäger". Im Inneren brüstet man sich damit auf einer Urkunde, dass der damalige Inhaber anno dazumal den letzten Wolf in der Gegend erlegt hat.

Im heute eröffneten "Café Camino" traf ich heute nicht nur die ersten beiden Mitpilgerinnen des Wegs sondern gönnte mir als Iso-Getränk zwei Bananen-Weizen sowie eine Schale mit Orientalischen Leckereien. Alles kam mir gesund und schmackhaft vor. Ein guter Tagesabschluss.
Die Nacht konnte ich gut schlafen und um 7:00 Uhr war das Buffet hergerichtet. Es gab alles, um mich satt zu machen und weil ich so nett fragte, durfte ich auch für unterwegs noch ein Brötchen schmieren.
Das Wetter war wieder super, kein Regen und immer wieder so ein wenig bedeckt, also kaum pralle Sonne. Die Wege selbst waren auch wieder weicher und abwechslungsreicher. Unterwegs gab es Schnecken, Hirschkäfer und Hornissen zu sehen.
Schön war auch eine Begegnung mit einem ehemaligen Bergmann, der zusammen mit anderen (Kumpels) seine Hausfassaden auf tolle Art zurecht machte.
Immerhin traf ich mal wieder eine Pilgerin, die auf dem Weg nach Köln unterwegs war und schon einige Deutsche Wege gegangen ist. Mitpilger sind ja hier eine Seltenheit.
Hier in der Pension in Lünen kostet das Zimmer nur 40 Euro, aber das liegt daran, dass es kein eigenes Bad hat. Ich muss es mir mit jemand anderes teilen...

Verschiedene Brötchen, Käse, Eier, Müsli, Haferflocken, Kaffee und Hafertrunk. Das reicht mir schon :-)

Gleich am Anfang ging es durch einen Golfplatz mit Warnschild. Leider fand ich keinen verloren gegangenen Ball am Wegesrand oder dessen Büschen.

Super war diese weibliche Hirschkäferin, die ich zuerst für einen Mistkäfer hielt.

Auch diese großen Schnecken waren wieder unterwegs.

Kühl und weich zu gehen war dieser Weg.

Getreidefeld mit Kornblumen.

Getreidefeld mit Mohnblumen.

Dieser ungemähte Weg war eine Frechheit. Ich hatte Angst, alle möglichen Zecken mit meinen nackten Beinen abzustreifen, hatte aber Glück. Nach einer Regennacht käme man hier nicht trocken durch.

Dieser Weg war dagegen wieder richtig schön und voller Vogelstimmen.

Diesen Kollegen hielt ich für eine Asiatische Hornisse, bin mir aber nicht sicher. Weiß jemand aus der Mitleserschaft Genaueres?

Dieser mehrere Kilometer lange Weg neben einer Straße war wieder belastend für meine Gräten.

Man ahnt schon, in welche Gefilde ich langsam gerate.

Wege innerhalb Lünens.

Diese Art Schottergärten sehe ich ständig und sie bewirken langsam bei mir ein Fremdschämen für meine verblödeten Mitmenschen. Allerdings gibt es auch eine Menge Leute, die ihre Vorgärten richtig bunt und insektenfreundlich gestalten.

Dies ist das Werk vom Bergmann und Maurer. Viele nette Details hat er eingearbeitet - sowie den billigen Maurer, dessen Hände noch heraus schauen. In den Radnaben wohnen schon Fledermäuse :-) Nur die Front fehlt noch und erzeigte mir auch hinter dem Haus seine Kunstwerke.

Ich fand den Anblick mit Gebäuden, Bäumen und gewaltigem Himmel toll. Das Foto konnte aber leider nicht alles in der Breite fassen.

Das ist meine Pension in Lünen...

... und mein badloses Zimmer 40 Taler die Nacht. Es reicht aber genau genommen völlig aus.

Pasta und lecker Salat als Abendessen - gute Nacht!
Kommentare
Knut
Hallo Michael, vielen Dank für Deine vielen Eindrücke und Deinen Blick auch für das schöne Kleine. Betr. der Hornisse würde ich eher auf die europäische Variante tippen .... wenn Dein Handy die Farben richtig wiedergibt. Aber das Bild von dem BVB-Verteilerkasten zeigt ja das eine gelb-schwarz Abbildung möglich ist :-) .... daher: Wenn die Beine der Hornisse eher leuchtend gelb als ocker/braun-gelb sind, ist es auch eher eine asiatische Variante. Über das corporate Design von asiatischer Hornisse und BVB könnte man an anderer Stelle nachdenken. Weiterhin gute Tour! Knut
Heute hatte ich einen sehr frühen Start: Aufwachen gegen 5:00 Uhr. 5:45 Uhr Aufstehen, Duschen und Packen. 6:15 Uhr Abmarsch zum Bäcker. 6:30 Uhr Frühstück. 6:45 Uhr Start - früh, kurz & knackig.
Dortmund selber hat mir nicht so gut gefallen, obwohl es hin und wieder immer auch grüne Stellen gab. Es lag aber viel Müll herum, den anscheinend auch niemand beseitigt. Stellenweise gab es reguläre Ausländer-Viertel, in dem fast alle Frauen religiös geprägt gekleidet waren und in denen untereinander auch kein Deutsch gesprochen wurde. Mit kam es wie eine Parallel-Gesellschaft vor und ich fühlte mich fremd.
Mein Hotel, der Road Stop in Syburg, erreichte ich schon um 14:15 Uhr. Es kostet 80 Euro plus 6 Euro Übernachtungsabgabe (Kurtaxe) plus 5 Euro Frühstück. Trotz der Enttäuschung, weil es deutlich teurer war, als im Buch angegeben, hat mein Zimmer "Los Angeles" ein tolles Design inklusive Wasserbett. Es gehört zu einer tollen Ami-Bar und das Antlitz von Donny muss nicht ertragen werden. Sie wuschen auf mein Bitten sogar mein Shirt, Hose und Socken der täglichen Wanderungen. Besonders das Shirt, wenn auch aus Merino gefertigt, fing mit all dem Schweiß und Sonnencreme schon fast an zu knistern.

Mein Frühstück: Ich vergaß, um wertigere Brötchen zu bitten, aber es gab es früh und verhältnismäßig günstig.

Ein Gruß mit Morgensonne.

Überquerung des Datteln-Hamm-Kanals.

Warum wohl erweckte dieser Vorgarten mein Interesse?

Mit sehr viel Liebe hat da jemand Szenen aus Märchen usw. zusammengestellt und man kann sich das lange anschauen und dabei viel entdecken.

Dann gab es wieder ein Wäldchen zu durchqueren. Seit dem Teuto haben mich übrigens keine Mücken mehr attackiert.

Typisch Dortmund-Nord möchte ich fast sagen, aber solche Ecken sah ich x-mal und die Sachen lagen jeweils schon länger dort - auch in Gebüschen oder sonstigem Grün.

Das hier war eine Mischung aus Flohmarkt und Wochenmarkt für Kleidung und Dinge des Haushalts - keine Nahrungsmittel. Außer Türken und Araber (meine Einschätzung ) sah ich dort niemand anderes. Ein Dienstag am Vormittag ist auch eine ungewöhnliche Zeit.

Dies ist (noch) ein mit angenehmen Farben gestalteter Fußgängertunnel.

Der Ganter, seine Frau und ihre zwei kleinen Gänse. Der Gute hatte alles und jeden argwöhnisch im Blick.

Wieder gute Wege. Nix Tolles, aber wenn man längere Strecken auf Fußwegen oder Straßen gehen musste, tun sie gut.

Ich denke, er gab erst nur den unteren Teil des Pfostens und dann sind doch zuviele hängen geblieben. Nun gibt es noch ein großes und reflektierendes Oberteil und damit klappt es wohl besser. Standard sind solche Poller nämlich nicht.

Zum Gedenken an 300 von den Nazis ermordete Menschen...

... - für manche in der AfD nur ein Fliegenschiss in der Geschichte Deutschlands, aber für diese 300 Menschen ging es um IHR Leben.

Finde die Autobahn A45 im Wald - akustisch leider sehr laut und weithin hörbar.

Der Zielort ist erreicht um ca. 14:15 Uhr.

Der von außen unscheinbare "Road Stop" - mein heutiges Zuhause.

Mein tolles Zimmer "Los Angeles"

Solche runden Sessel erinnern mich immer an eine bestimmte Szene in "Men in Black"

Die Nachos mit Salsa-Soße für das Auffüllen meiner Salzreserven.

Die Bar ist echt urig vom Ambiente. Hier wartete ich auch einen Veggi-Burger später noch auf meine Wäsche.

Loben muss ich ja auch meine tolle Gardinenstange, auf der man prima seine Sachen trocknen kann.
Kommentare:
Um 6:00 Uhr gab es im urigen Frühstücksraum für mich mein Frühstück in Form von Selbstbedienung. So konnte ich dann wohlgestärkt wieder um 6:45 Uhr starten.
Das Wetter war wieder gut zu mir, aber dafür hatte ich viele Steigungen (600 m auf, 640 m ab) zu überwinden, die für mich immer anstrengend sind.
Unterwegs traf ich dann meine Camino-Kameradin aus Berlin wieder, die aber bei einer Familie am Weg übernachten wollte. Etwa zwei Stunden ging ich mit ihr zusammen, bis sich unsere Wege trennten. Weitere Pilger traf ich wieder nicht. Der Weg war schön im Grünen, aber es gab nichts zu entdecken.
Mein Zimmer im Hotel "Alte Redaktion" kostete 94 Euro und war somit mal billiger als im Buch. Dafür darf ich dann vom Frühstücksbuffet (17,50 Euro) genug für den Tag mitnehmen. Schauen wir mal.
Den Nachmittag ließ ich im Griechischen Imbiss mit Bauernsalat, Gigantes, Zaziki und alkfreiem Weizen ausklingen.

Dies ist der Frühstücksraum zur Selbstbedienung und dafür, dass er keine Fenster hat, finde ich sein Design mal spannend anders. Die Werkbank hinter dem Kühlschrank enthält ein Waschbecken mit stilechtem Schraubstock. Wer hat das schon?

Bananen-Toast, Müsli mit Cornflakes und Kaffee. Ach ja, und Pumpernickel - da kam mein Babybel für unterwegs drauf.

Abmarsch um 6:45 Uhr vor dem Hotel.

Irgendwo in den Bergen stieß ich auf dieses Denkmal und ich meine den ollen Bismarck zu erkennen - den Erfinder der Bismarckheringe und der Bismarckheringsbrötchen.

Weite Sicht am Morgen in der Höhe.

Wege wie in Spanien - gut dass hier kein Wasser herunter rann.

Der Weg am Ufer des Hengstay-Sees war weitgehend wegen Baumaßnahmen gesperrt und so musste ich an diesem Zaun entlang tappern,...

...aber jeder Zaun ist mal zuende und so konnte ich den See doch noch etwas genießen .

Die alte Eisenbahnbrücke kurz vor Herdecke. So schön es hier auch war, die nahe Autobahn A1 stört die Ruhe erheblich.

Erdbeeren am Wegesrand - wilde gar?

Diese tolle Lampe fand ich am Wegesrand. Leider zu schwer zum Mitnehmen. Was hat sie bloß verbrochen, dass man sie dort so unwürdig entsorgt?

Keine Angst, diese Borstentiere kreuzten nicht meinen Weg. Das war ihr Gehege.

Mein Hotel von außen...

... und mein Zimmer von innen.

Futter für Magen und Seele - von Alkohol rate ich dringend ab bei solchen Touren.
Kommentare
Frühstück am Buffet ist ja immer reichhaltig und jeder findet, was ihm schmeckt. Da es im 6:30 Uhr begann, machte ich mich um 7:30 Uhr auf den Weg.
Die typischen Wetter-Apps deuteten den Tag über möglichen Regen an und so war ich vorbereitet d.h. der Regenponcho wurde im Rucksack weit oben platziert. So schlimm kam es aber nicht. Dreimal streifte ich ihn über und kurz danach endete der Schauer auch schon. Dafür stieß ich mehrfach auf Wege, die nun Privatwege sind und keine Pilgerwege mehr. Stadt und Verlage müssen hier tätig werden und klare Situationen schaffen. Ein älteres Ehepaar in Lennep spendierte mir meinen Kaffee. Im Vorwege unterhielten wir uns im Cafe eine Weile über Jalobswege und die Gegend hier - der Beginn des Bergischen Lands.

Standardfrühstück am Buffet. Würde ich meinem bloßen Appetit entsprechend mehr essen, würde ich es auf den folgenden Wegen bereuen.

Tja, was will uns der Künster hier zeigen? Den Jakobs- bzw. Wanderweg entlang eines ungepflegten Trampelpfads in der Mitte. Mich ärgern solche Nachlässigkeiten, besonders, wenn sie so leicht zu beheben wären wie hier.

Ein weiter Blick über das Land.

Waldwege wie hier gab es häufig. Immer wieder gern gegangen.

Ein etwas düsteres Bild durch viel Todholz - trotzdem fand ich das Moriv schön.

Aber auch der Himmel konnte bedrohlich aussehen - diese Wolke traf mich aber nicht.

Selfie bei einem Vorort von Wuppertal.

Hier gibt es hin und wieder Gebäude, die auf dem Dach und an den Wänden mit Schiefer belegt sind.

Ein überraschender Garten mit alter Telefonzelle. Es gab sogar Geduldsfäden für die Wanderer und Pilger.

Schafsrasse mit Schlappohren oder sind das Ziegen? Neee, die hätten ja Bärte.

Diese Kaffee mit Hafermilch wurde mir von Gästen des Cafés spendiert.

Wegmarkierung in Lennep.

Und dann wieder grüne Wege im Wald.

Das ist das Eschbachtal-Sperrwerk.

Mein Hotel "Zum Schwanen" in Wermelskirchen. Zimmer 69 Euro plus 12 Eurio Frühstücksbuffet.

Mein Abendessen im Imbiss gegenüber - reichte dicke!

Sie gaben mir sogar noch Nachtisch mit ca. 1.000.000 kcal mit. Da fällt mir ein: Wie berechnet man meinen Kalorien-Verbrauch pro Kilometer wandern, wenn ich z.B. 87 kg wiege und mein Rucksack z.B. 9 kg?

Dies ist das Höhenprofil des heutigrn Wegs.
Heute sollte die bislang längste Tour von gut 39 km werden und sie würde es auch. Trotz hoch diagnostizierter Regenwahrscheinlichkeit, hatte ich durchgehend trockenes Wetter.
Die ersten 16 km von Wermelskirchen nach Altenberg waren dazu auch sehr grün und einfach schön. Leider vergaß ich in Dünnwald meine Stöcker und kann eventuell morgen beim Kölner Globetrotter neue kaufen.
In Köln-Mühlheim traf ich zwei liebe Freunde Johanna und Andreas, bei denen ich heute übernachten werde. Außerden traf ich außerplanmäßig mit Marco einen ebenfalls alten Freund - ein guter Tag :-)

Leckeres Schmackofaxen am Morgen.

Typischer Weg heute bis mittags nach Altenberg.

Toller Pilz am Baumstamm. Ob der Baum ihn auch mag?

Das bin ich.

Weiter durch schönes Grün.

Eine schöne Raupe - jetzt muss ich nur noch herausfinden, was sie mal werden wird.

Fingerhüte gibt es hier alle Augenblick.

Der Dom von Altenberg - hier war ich in den 90ern schon mal.

Ein Vierbeiner wusste nicht recht wohin.

Anders als in Hamburg, hat man in Köln die Straßenbahn noch immer und sogar ausgebaut.

Köln-Mühlheim ist erreicht.

Katzenbuckelbrücke und Kölner Dom.

Nach fast 40 km, platten Füßen und liegen gelassenen Stöcken ist das Ziel fast erreicht. Mit Glück bekomme ich morgen bein Globetrotter neue Stöcke.

Von Andreas Hand gezeichneter Sonderstempel für die Übernachtung bei Euch in Köln. Großer Dank an Johanna und Andreas.
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Nach einem guten Schlaf sowie Frühstück bei Johanna und Andreas (Danke Euch Beiden) brach ich um 8:30 Uhr auf, versorgt mit gebrauchten Söcken und ein wenig bang, ob des Wetters.
Lange Strecken ging es auf harten, fast komplett trockenen Wegen durch Köln, Hürth und Brühl. Erst danach gab es weichere Wege im Grünen.
Ansonsten gab es nicht viel zu entdecken und zu berichten.

Letztes Foto mit dem Kölner Dom im Rücken. Der ist hier in Kölle immer ein beliebtes Motiv.

Liebespärchenschlösser an der Hohenzollernbrücke. Es müssen Tausende sein, wenn nicht gar Millionen.

Sie hängen hier sogar in mehreren Lagen und wirklich alles wird verwendet, um die anzuhängen. Da dies eine Eisenbahnbrücke ist, wird sie es wohl aushalten.

Diese gelbe Pflanze ist gänzlich neu für mich. Was mag das wohl sein?

Kaffeepause und 2. Frühstück in Brühl.

Genau, das sollte man machen, ehe es vorbei ist.

Endlich machen Asphalt und Fußwege mal Pause, aber die Gräten freuten sich durch die vorherige Beanspruchungen nicht wirklich.

Mistkäfer gibt es hier häufiger. Ich sah auch schon Varianten in "leuchtend" Metallic-Grün, konnte die aber nicht in Ruhe vor die Linse bekommen, um sie mir näher anzusehen.

Tja, wohin geht es hier? Mein Ziel war nicht dabei.

Noch einige Kilometer im Grün.

Im Zielort Weilerswist angekommen. Etwa 20 Minuten vor dem Hotel brach dann doch noch ein heftiger Schauer auf mich herab, aber bis dato hatte ich echt Glück mit dem Wetter.

Mein Hotel "Zum Schwan" - nicht wirklich freundlich das Personal und eher alles billig als günstig.

Essen gab es dann doch lieber vom Pizza-Taxi um die Ecke - Hirtensalat und eine kleine Spinatpizza.
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Vom Frühstück beim Bäcker hatte ich mir mehr erhofft. Es gab nur Dinge aus den Auslagen ohne Butter oder Käse, aber immerhin einen guten Kaffee.
Die 13 km bis nach Euskirchen vergingen wie im Flug auf dem guten Boden. Danach lag wieder jede Menge Asphalt auf meinem Weg. Das Wetter war mir wieder sehr wohl gesonnen - entgegen den Orakeln der Wetter-Apps.
Mein Zimmer im Hotel Grunwald liegt direkt am Weg und entpuppte sich als voll ausgestattete Ferienwohnung. Meine Vermieterin macht mir sogar ein vegetarische Frühstück mit Pausenstulle, weil morgen (Pfingstmontag) alle Bäcker in der Gegend geschlossen haben werden.
Seit einigen Tagen habe ich keine weiteren Pilger mehr gesehen - weder habe ich welche überholt, noch sie mich.

Frühstück lediglich aus dem, was der Bäcker in der Auslage hatte.

Möge ein guter Wandertag vor mir liegen.

Links der sehr gut gehbare Weg und rechts die Erft, die mich den heutigen Tag begleiten wird.

Schneckenrennen.

Ein Kirschbaum - fast reif die Früchte.

Mein zweites Frühstück in Euskirchen. Ein Omelette-Brötchen und Kaffee mit Hafermilch für zusammen 5,50 Euro - fairer Preis.

Ein Grünstreifen, der zum Buntstreifen wurde. Das könnte auch in Hamburg mehr getan werden.

Ich habe eine Weile gegrübelt, was den wohl ein Rübenfahrzeug ist.

Diese hübsche Pflanze gehört da sicher nicht hin, aber sie behauptet sich.

Hellbraune Nacktschnecken - leckerer als die Dunkelbraunen oder Schwarzen.

Gulli, aus dem seltsame und laute Strömungsgeräusche kamen. 100-200 Meter weiter war noch so einer und ganz plötzlich verstummte das Geräusch.

Gleicher Gulli als Video mit Ton, aber das kann sicher nicht jedes Smartphone darstellen.

Der Ort Arloff an der Erft, bei dem wegen des Hochwassers von vor 4-5 Jahren nun die Schutzmauern erneuert werden. Hier gab es menschliche Opfer der Flut.

Der Zielort Bad Münstereifel ist erreicht. Kurz vorher kam dann doch noch ein Regenschauer herunter.

Mein Hotel Grunwald.

Aus trotz, weil es hier im Ort Heinos Café nicht mehr gibt, aß ich im Pintenhaus ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte.

Auch hier fließt die Erft mitten durch den Ort.

Als Belohnung für den guten Tag gab es beim Italiener Tagliatelle mit Gorgonzola, Spinat und Ruccola - sehr lecker.
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Frau Werter vom Hotel Grunwald bereitete mir zu um 8:00 Uhr ein liebevolles Frühstück, das sogar noch ein Brötchen für unterwegs enthielt. Der Raum stand während der Überschwemmung von 2021 zu Gänze unter Wasser und wir unterhielten uns noch eine Weile darüber. So startete ich erst um 9:15 Uhr.
Die Wege waren im Grunde alle gut begehbar und das Wetter super und ohne Regen. Gegen 15:00 Uhr erreichte ich Andreas, tranken Kaffen, wuschen meine Wäsche und gingen dann zusammen mit einem Nachbarn in der Kupferkanne etwas essen.

Ein reichhaltiges Frühstück inklusive Pausenbrötchen mit Ei und Käse.

Das Ausgangstor von Bad Münstereifel.

Es ging wieder ins Grüne.

Büsche mit vielen Gespinsten, in denen jede Menge Raupen hingen.

Herrliches Gehen. Das hätte auch in Spanien sein können.

Diese sechs Pferdchen kamen angelaufen, während ich achtlos an ihnen vorbei trottete. Erst kurz vorm Zaun bremsten sie und ich hatte nicht mal Karotten für sie :-(

Tja, oder was?!?

Mittagessen: Ein Lokal in Engelgau hatte tatsächlich offen und ich bekam dort einen Kaffee. Drinnen saßen ca. acht Leute mit Bierchen am Tresen und schnackten lauthals im Eifeler Platt :-)

Weiter geht es!

Meine "Lieblingstiere" sind auch Kanibalen, wenn sie ihresgleichen verspeisen.

Unterwegs traf ich auf diesen Waldkiosk, aber was mag wohl in der roten Kisten drin sein?

Na gut, hier seht Ihr es - tolle Idee!

Wieder mal eine schöne Raupe.

Fast geschafft.

Am Abend gab es für mich in der Kupferkanne dieses tolle Essen - Backkartolffel, viel Gemüse und Salat.
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Da Andreas auch immer sehr früh wach ist und aufsteht, konnten wir entsprechend früh frühstücken und ich mich um 6:30 Uhr auf den Weg nach Blankenheim machen.
Dort bekam ich beim Bäcker zwar noch einen Kaffee, aber eine Toilette gab es nicht. Und so blieb es auch die restlichen 24 km bis Kronenburg: Kein Café, keine Kneipe, kein Bäcker, keine Toilette, nix! Auch keine Pilger oder Wanderer weit und breit. Stattdessen ständige Steigungen: Auf, Ab, Auf, Ab, ...
Ansonsten bin ich gut bis Kronenburg durchgekommen. Das Wetter war bis mittags durchgehend bewölkt und erst danach ließ sich manchmal die Sonne blicken. Leider sind hier alle Lokale weit und breit geschlossen und Geschäfte für Taschentücher usw. gab es auch nicht.
Mit Andreas, der noch Lust auf einen gemeinsamen Kaffee hatte, fand ich noch ein Café und in Stadtkyll gab es einen REWE zu dem er mich noch fuhr.
Da mir das morgige Buffet zu teuer (19 Euro) und zu spät (8:00 Uhr) ist, brauchte ich eine andere Lösung, weil auch das alternative Lunchpakt (9 Euro) nur Obst, Müsliriegel und Saft (alles zuckrig) enthalten sollte. Ich vereinbarte mit dem Hotel eine Tasse Kaffe sowie zwei Brötchen für unterwegs ab 7:30 Uhr - Preis unklar. Ich berichte morgen, wie es ausging.

Schöne Pausenbank mit göttlichem Beistand und bunten Pflanzen.

Das Panarama von Blankenheim mit der Burg im Hintergrund, in der eine Jugendherberge untergebracht ist.

Wenn die Deppen bei Straßenmarkierungsarbeiten auch alten Pferdemist übermalen, darf sich der Mist natürlich nicht verschieben - so wie hier :-)

Hier bot ein Sammler, Künstler und Handwerker viele bunte und interessante Dinge zum Kauf an.

Schnecke und Blindschleiche (?). Leider sehe ich letztere nie lebend :-(

Wieder sah ich jede Menge Gespinnste voll mit Raupen.

Einer der guten Wege heute.

So soll es sein - Blüten und Schmetterlinge.

Kronenburg, das Ziel der heutige Reise, ist erreicht.

Das Nordtor der ehemailegen Burg oder Festungsanlage in Kronenburg. Der Ortskern hier ist wie aus einer alten Zeit und sehr gut gepflegt.

Mein Hotel - Das Burghaus Kronenburg - ist meine heutige Bleibe. Hier hatte ich das relativ günstiges Pilgerzimmer für 66 Euro ohne Frühstück bekommen...

...also dies hier. Ein paar Mängel hat es leider. So kippte mir beim Öffnen der Tür der ganze Schrank entgegen und es gibt keine Bügel.

Kaffe und Kuchen mit Andreas am Nachmittag.

Das war mein Abendessen von heute: Banane, Joghurt und meine Nüsse, die ich immer für solche Notfälle dabei habe. Alle Restaurants in Laufweite waren geschlossen.

Man kann am heutigen Höhenprofil das ständige Auf und Ab erkennen - ich bin lieber im Flachland unterwegs :-(

So ein Auto (Beispielfoto) begegnete mir heute drei mal und so rechne ich damit, bald Bestandteil von Google Earth zu werden.
Nach einigem Hin und Her konnte ich mir für 9,90 Euro zwei Brötchen vom Buffet für unterwegs schmieren und bekam ein Kännchen Kaffee mit Hafermilch. Ein Brötchen aß ich dann im Zimmer - etwas anderes gab es ja nicht.
Um 8:15 Uhr startete ich in einen wieder einsamen Tag. Theoretisch hätte es nach 7 km ein Gasthaus gegeben, aber das öffnete erst um 12:00 Uhr und es war erst 10:00 Uhr.
Danach ging der Tag genauso so einsam weiter wie gestern. Um 15:30 Uhr erreichte ich das Hotel "Zum goldenen Stern" für 76 Euro mit Frühstück ab 6:45 Uhr. Das Personal ist sehr bemüht und konnte sogar ein Sportgeschäft empfehlen, weil ich noch Gumminupsies für meine Stöcke benötige, damit die nicht so laut "Tack - Tack - Tack - ..." machen.
Zu essen bekam ich heute Abend auch :-)

Der Blick aus meinem Fenster am Morgen zeigt noch Fragmente der Burgmauern der Kronenburg. Das Wetter ist mit +7°C zwar noch recht kühl, aber trotzdem sonnig und schön.

Abmarsch durch einen Nebenausgang der Burganlage.

Ein bunt geschmückter Maibaum.

Die Sicht war sehr gut - gutes Training für die Augen.

Brutkästen sind auch als Gestaltungselemente einsetzbar.

Tja ?!?

Ganz wie in Spanien. Man stolziert halt über die großen Steine links im Bild.

Der einzige Ort Ormont auf dem Weg, der Hoffnung auf Kaffee und Futter verspricht ...

... Pech gehabt, das Lokal öffnet erst um 12:00 Uhr.

Dafür gesellte sich das gelbe Insekt zu mir.

Weg durch Rasen - kein Spaß, sollte er nass sein.

Der Holzvollernter bzw. Harvester ist der Todfeind aller Bäume, die "geerntet" werden sollen.

Da ging mein Weg durch - zwar schön bunt, aber als Wanderweg leider nicht gepflegt.

Mein Hotel "Zum goldenen Stern" im Stadtkern von Prüm. Hier gibt es reichlich Geschäfte und Lokale.

So sieht mein Zimmer 108 drinnen aus - klein aber sauber und zweckmäßig und mit Balkon auf dem ich gewaschene Kleidung trocknete.

Essen beim Griechen: Bauernsalat und Griechische vegane Bohnensuppe.

Nur weil die böse Suppe so heiß war, musste ich danach meine Zunge mit etwas Eis kühlen.

Die Stadt lässt in ihrem Zentrum etwas Fläche für Stauden - einige habe ich wieder erkannt.

Das heutige Höhenprofil - wieder mit viel Auf und Ab. Da kann man wohl nix machen.
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Bereits vor dem Frühstück um 6:45 Uhr konnte ich meine Stöcke mit den neu gekauften Gummidingern komplettieren - hurra!
Um 7:45 Uhr ging es los. Am Anfang war ich eher in kühlen schattigen Wäldern unterweg und am mittags eher in praller Sonne. Trotzdem kam ich ganz gut durch, wenn auch recht vollgeschwitzt.
Um 15:00 Uhr im Ziel angekommen, kaufte ich Ibo, wusch meine Klamotten und besuchte vergeblich drei mögliche Stellen für Stempel. Danach ging es zum Italiener, um die restliche Reise zu planen, wenn ich nächsten Donnerstag wieder nach Hause fahren möchte.
Aber nun fingen die Problem an. Bis morgen nach Mettendorf (ca. 28 km) konnte ich noch buchen, aber ab dann/dort ist wegen eines Schachturniers in Echternach in der Gegend alles ausgebucht. Selbst mit privaten Empfehlungen der Hoteliers war nichts zu machen. So wird mir notgedrungen nur folgender Plan übrig bleiben:
- 13.06 Fr von Waxweiler nach Mettendorf pilgern (28 km)
- 14.06 Sa von Mettendorf per Anhalter/Bus/Bahn nach Trier.
- 15.06 So von Trier nach Mannebach pilgern (17 km)
- 16.06 Mo von Mannebach nach Perl pilgern (28 km)
- 17.06 Di Besuche von Schengen (L) und Apache (F)
- 18.06 Mi Rückreise nach Hamburg mit der Bahn
Ich überspringe laut Buch etwa 60 km von Mettendorf nach Trier. Das finde ich zwar total blöd, aber eine andere Alternative habe ich nicht entdecken können... :-(

Morgenbastelei: Mit den Stielchen der AfD-Hundehaufenfähnchen wollte ich die zu schmalen Enden der Wanderstockspitzen in den Leki-Nupsies verkeilen.

Voila - hat gehalten, auch den restlichen Tag über. Nun kann ich Steigungen aller Art etwas besser begegnen :-)

Danach gab es ein reichhaltiges Frühstück inklusive Brötchen und Banane für den Weg. Sie hatten dort sogar reichlich Hafermilch für mich.

So, der Wandersmann bzw. Pilger ist wieder vollständig.

Einige Straßenzüge in Prüm wurde mit bunten Schirmen (wie hier) oder Fähnchen geschmückt.

Die erste steile Steigung kam direkt nach dem Start im Dschungel von Prüm.

Schöne Tradition, ein neues Familienmitglied willkommen zu heißen bzw. es auch dem Dorf oder den Nachbarn kund zu tun. Ich mag so etwas :-)

Eine freie Fläche im Wald.

Hier wurde erfolgreich eine schmale Hausniesche für bunte Anpflanzungen genutzt. Wo ein Wille ist!

Kleine Pause inklusive Wasser auffüllen in Schönecken nach ca. 11 km.

Lange heiße Teilwege ohne Schatten.

Weite Sicht in die Eifel hinein.

Unschöne Wege auf Straßen in praller Sonne.

Da ging der Weg durch - Gott sei Dank ohne Zecken oder anderes Viehzeugs für mich.

Das ist mein Hotel "Haus Irsfeld" in Waxweiler. Das Frühstück gibt es leider erst ab 8:00 Uhr. Da es morgen bis 31°C warm werden soll, muss ich früher los, also eher gegen 7:00 Uhr.

Mir wurde das letzte Zimmer, das Dreibettzimmer, überlassen. Dazu gehört noch ein Nebenraum mit kleiner Küche, Tisch und drei Stühlen, die ich aber nicht nutze.

Abendessen beim Italiener.

Das ist das heutige Höhenprofil. Die Stöcke erleichterten die Kraxelei, aber die physikalische Arbeit muss ja trotzdem vollbracht werden.
Kommentare:
Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Hitzewelle, die Deutschland von Süden her heimgesucht hat. So musste ich für meinen Tag mit einer Temperatur von etwas mehr als 30°C rechnen. 30°C gilt eigentlich für "im Schatten".
Aber der Reihe nach. Der Edeka verkaufte mir um 6:00 Uhr drei Käsebrötchen, zwei kleine Bananen sowie einen Pappbecher Kaffee. Gefrühstückt wurde im Zimmer, aber so konnte ich schon um 6:45 Uhr starten.
Auch wenn es morgens noch recht kühl war, schien die Sonne bereits durchgehend und bis 11:00 Uhr gab es keine schattigen Wege. Erst später kamen ein paar wald- und baumreiche Anteile hinzu. Trotzdem hatte ich ca. 80% pralle Sonne zu überstehen. Und so blieb "Sonne überstehen" das Motto des Tages. Dem begegnete ich mit einer dicken Schicht Sonnencreme 50+, diversen Pausen und reichlich trinken.
Im Zielort Mettendorf erklärte mir eine junge Dame, wie man hier Bus fährt und ohne Probleme morgen nach Trier kommt :-) In meinem Hotel Kickert habe ich für 94 Euro ein großes Zimmer mit Frühstücks-Buffet am nächsten Morgen. Ich bekam sogar gleich ein alkoholfreies Weizen mit aufs Zimmer und man wollte sogar meine vollgeschwitzten Klamotten waschen. Toll. Ich machte dann erstmal Pause mit einer Dusche, dem Weizen und dem letzten Brötchen vom Morgen sowie einem Schläfchen. Abends gab es dann im Hotelrestaurant etwas zu essen.

Die Wetterprognose für den Tag.

Die Brötchen von Edeka und der Automatenkaffee - besser als nix im Bauch und dafür konnte ich schon um 6:45 Uhr starten.

Früh schon kommt der Nackenschutz zum Einsatz. Dauersonne gab es die ca. ersten vier Stunden.

Eine besonders gut getarnte Katze. Seht Ihr sie? Meine Wilma sah ähnlich aus und alle Vögel sahen sie schon vom Weiten.

Typischer schattenloser Weg.

Hier auch,...

...aber dann gab es plötzlich doch mal etwas Schatten. Es war aber zu wenig. Im Grün war der Weg aber schön und voller Vogelgezwitscher.

Was solls, durch da!

Diese nette Gruppe kam mir entgegen. Anscheinend waren das auch Pilger, aber sie haben nur noch zwei Tage vor sich und erst zwei hinter sich...

Weite Sicht...

...und dann auch mal wieder grünes Gebiet.

Opel-Parade :-)

Mein Hotel Kickert in Mettendorf.

Und dies ist mein großes Zimmer. Es sei mir gegönnt.

Ich war durch und wirklich froh, angekommen zu sein.

Der Gruß aus der Küche: Zwiebelschmand und Schnittlauchöl - war ganz lecker.

Lecker war auch der Veggi-Burger mit Kimchi.

Logisch, rauf und runter tut Not auf dieser Reise...
Kommentare:
Trotz der Hitze hatte ich ganz gut geschlafen und da ich wegen der Busfahrt nach Trier keine Eile hatte, konnte ich mir beim Frühstück Zeit lassen. Das Personal ist total nett und hilfsbereit hier - danke Fienchen und Chef - und sogar meine Wander-Kluft war wieder sauber und trocken.
Busfahrten für zusammen 16,30 Euro nach Trier
- 09:54-10:29 Bus 455 bis Bitburg ZOB
- 10:32-11:23 Bus 400 bis Trier Hbf
Im ersten Bus war ich der einzige Fahrgast und die Fahrerin war sehr nett. Sie ließ mich vor der Endhaltestelle raus, weil Stau in Bitburg meinen Anschluss gefährdet hätte und ich den Folgebus von dort auf jeden Fall bekommen würde.
In Trier war es sehr heiß und ich besah mir nur kurz die Porta Nigra - ein imposantes Bauwerk der Römer. Dann ab zum Dom für Stempel und Urkunde bevor es noch ein paar Kilometer weiter zum heutigen Hotel ging. Meine physischen Batterien wollte ich noch etwas aufladen für die beiden letzten Etappen.

Mehr brauche ich gar nicht für ein gutes Frühstück - außer eine Hand voll Blaubeeren im Haferbrei vielleicht.

Warten auf den Bus, der mich zunächst nach Bitburg bringen soll.

Ich staune ja immer wieder, was manche Leute sich für Haustiere im Garten halten. Gut, dass ich im Bus saß. Das Tier wäre jedenfalls nicht durch die Tür gekommen.

Die Porta Nigra mit ganz vielen Touristen. In der Innenstadt von Trier herrschte großer Troubel.

Hier im Dom von Trier bekam ich meinen Stempel und im Dom-Forum nebenan eine Pilgerurkunde für 5 Euro.

Auf den Weg zur Mosel zu meinem Hotel kam ich noch an diesem Flohmarnkt vorbei, der auch Essen und Musik bot. Alles im Schatten :-)

Schattiger Rad- und Fußweg links und ein Teil der Mosel rechts.

Die alte Römerbrücke quert die Mosel.

Dies ist die Mosel in Trier. Morgen werde ich an ihrem Ufer bis Konz gehen.

Jo, auch hier wird guter Sport getrieben :-)

Mein heutiges Hotel Schütz. Die dazugehörige Gastronomie ist geschlossen - nicht selten in dieser Gegend einschließlich Eifel.

Mein heutiges Zimmer im Dachgeschoss plus Frühstücks-Buffet plus zwei alkfreie Bier für 84 Euro.

Während ich kurz im Zimmer die Äuglein schloss, gab es draußen ein (zu) kurzes Gewitter mit Regen. Danach war es noch schwüler, aber das Eis tat gut.

Danach gab es beim Italiener die vermutlich größte Pizza meines Lebens, von der ich aber nur die Hälfte schaffte. Ich hätte mal einen Salat nehmen sollen.

Ich fing bei der Pizza wieder heftig an zu schwitzen und ich dachte an einen Spruch meines Opas: "Ja, ja, dass sind mir die Richtigen - die beim Essen schwitzen und bei der Arbeit frieren!"
Der Abend und die Nacht waren noch sehr warm, auch im Zimmer, aber irgendwann zwischen 2:00 Uhr und 3:00 Uhr gab es das prognostizierte Gewitter, das inklusive Regen bis 7:30 Uhr anhielt, die Luft reinigte und die Gegend wieder etwas abkühlte.
Im ungewöhnlich vollen Frühstücksraum tummelte sich ab 8:00 Uhr allerlei seltsames Volk: Wanderer, Monteure, Leute, die wie Ossis aus den 80ern aussahen, undefinierbare Leute und ich natürlich auch :-)
Um 8:45 Uhr bin ich los und dann an der Mosel entlang neben Trier und Konz entlang gewandert. In Konz querte ich Saar, die hier in die Mosel mündet. Etwas später ab Tawern setzte dann leider ein Dauerregen bis nach Mannebach ein. Zwischendrin ging der Weg wieder á la Trampelpfad im Wald bergauf, nur um an einer Römischen Tempelanlage vorbei zu führen. Dort irrten Menschen in Römischer Kleidung umher, aber ich hatte wegen des Regens keine Lust auf Fotos und dergleichen - Regen ist Kacke beim Wandern. Mein Familien-Zimmer im Mannebacher Brauhaus und Landhotel ist wirklich urig. Da gehört sogar ein Innenhof dazu, in dem jetzt die von mir per Hand gewaschene Wanderkluft trocknet. Ich bin übrigens der einzige Gast und hoffe, dass es dort nicht spukt...
Frühstück mit Ei- und Bananenbrötchen, Müsli und Kaffee.
Der morgenliche Gang über die Mosel auf die andere Seite von Trier.
Ein Wehr?
Dieser Weg verlief mehrere Kilometer an der Mosel entlang von Trier nach Konz. Von Konz kenne ich nur eine Sporthalle, weil ich hier mal einen Karate-Lehrgang von Bundestrainer Efthiomios Karamitsos besuchte, als ich Frechen wohnte, aber was soll diese Info?
Ungewöhnliche Enten oder Gänse.
Hier wirbt ein Enterich, nach Aussage reiner Radlerin, um die Gunst der Dame neben ihm, die aber nicht so recht Lust auf ihn hat. Und ich dachte, dass er mich von oben anbölkte, aber weit gefehlt.
Schiffahrt auf der Saar, die hier in die Mosel mündet.
Ein schöner waldiger Weg, wenn...
...nur nicht der Dauerregen wäre.
Der Weg übers offene Gelände.
Mein Mannebacher Landhotel von außen und...
...mein bescheidenes Zimmer von innen :-)
Mein Bettchen, das mich heute Nacht nicht fressen wird.
Mein Gästezimmer.
Zum Nachmittag gab es ein Sellerieschnitzel mit Vollkornnudeln und Gorgonzolasoße.
Im Biergarten des Brauhauses saß ich wegen der guten Stimmung mit dem Wirt und anderen Gästen sowie des netten Ambientes noch eine ganze Weile und aß zum Schluss noch eine Portion Pommes (Salz) und einen Beilagensalat (Vitamine). Dann ging es ab ins Bett :-)
Kommentare:
Der Hotelier hatte zu um 7:30 Uhr im Biergarten ein schönes Frühstück bereitet und während ich aß unterhielten wir uns ein Weilchen. Um 8:15 Uhr bin ich dann gestartet und die Strecke ging fast nur auf Asphalt durch Felder mit ganz wenig Schatten. Aber anders als die Qualtour von neulich bei über 30°C waren es heute nur 23/24°C und dadurch viel angenehmer zu gehen.
Von Unterwegs gibt es eigentlich nichts Spannendes zu berichten, aber in Borg ging ich an einer Kirche mit einem Jakobswegsymbol vorbei und tatsächlich beherbergte sie einen kühlen Pilgerraum mit Stempel, Proviant, Chemieklo, zwei Feldbetten usw. Das fand ich toll und für mich die Möglichkeit zu einer kühlen Pause, um mein Brötchen zu essen und Wasser nachzufüllen. Ein paar Kilometer weiter fand ich dann einen lädierten Wegweiser und nahm ihn mit.
Um ca. 14:45 Uhr erreichte ich mein Hotel "Perler Hof" für 74 Euro pro Nacht inklusive Frühstück und wurde mehr als freundlich aufgenommen. Kaffee gibt es durchgehend gratis und Kaltgetränke stehen zum moderaten Preis ebenfalls zur Verfügung. Einen gemütlichen Innenhof teilt sich das Hotel mit einem Indischen Restaurant. Hier saß ich dann, tippte diese Zeile und gab meinem Magen zu futtern.

Der gemütliche Biergarten des Mannebachers Brauhauses und Landhotels - sehr zu empfehlen.

Frühstück mit Ziegenkäse sowie Eiern vom Bauern gegenüber. Ein Käsebrötchen nahm ich mit.

Hier mal wieder eine schöne Wildblumenwiese zur Freude von Insekten.

Ein schöner Rastplatz für Wanderer und Pilger.

Die wenigen Wolken trugen nicht wirklich zu einem besseren Wanderklima bei.

Wegweiser und weites Land.

In Richtung Süd-West sah ich unterwegs diese Kühltürme, vermutlich auf Französischem Boden. Werden die außer für Atomkraftwerke auch für andere Zwecke verwendet? In der Vergangenheit gab es Proteste, als Frankreich einige AKW sehr nah an die Deutsche Grenze baute. Das fanden nicht alle Menschen in der Gegend gut.

Wege durchs Grün.

Jäger-Sniper-Ansitz mit dem Verbot, ihn zu betreten.

Die "Windmühlen der Schande", die unsere Polit-Profis der AfD unbedingt beseitigen wollen. Was für Idioten.

Ein kurzes Stück Wald von ca. 1 km Länge war auch dabei. Es ist eindeutig wahrzunehmen, dass man zwischen den Feldern fast keine Vögel hört und hier sind sie akustisch sehr dominant.

Die Kirche in Borg mit dem Jakobswegsymbol an der Tür. Nur deshalb bin ich hoch, um vielleicht einen Stempel zu bekommen.

Und so sah es drinnen aus. Alles ist noch im Aufbau, aber das ist viel mehr, als andere Gemeinden anbieten. Gut fand ich die Dosen mit Ravioli, die man bekanntlich auch kalt essen kann :-)

Eine große Wiese voll mit Phacelia - die hatte ich auch schon angepflanzt und diverse Insekten liebten sie als Futterquelle.

Rücklickend mein stumpfsinniger Weg aus Borg. Nur mit dem Komzept "Meditation in der Bewegung (Gehen)" lässt er sich ertragen. Das klappte aber wirklich.

Kurz vor Perl wird Wein angebaut und es gibt hier einen Weinlehrpfad.

So, der Zielort dieser Reise ist erreicht :-)

Das Hotel "Perler Hof".

Und dies ist mein Zimmerchen - deutlich einfacher, als die Nacht zuvor, aber völlig ausreichend.

Fundstück der Reise - es gab weit und breit keine Stelle, wo es hingehörte und so nahm ich es mit.

Dies ist der gemütliche Innenhof des Hotel, in dem man gleichzeitig auch Essen aus dem Indischen Restaurant bestellen kann.

Abendessen mit Beilagensalat und Mango-Lassi...

...und Palak Paneer (Spinat mit Indischem Käse).
Kommentare:
Das Frühstücksbuffet um 6:30 Uhr war, wie zu erwarten war, reichhaltig und gut. Um 9:15 Uhr bin ich dann los zur Touristeninfo 50m vom Hotel entfernt, wo ich Stempel, Karten für einen schönen Rundweg, zwei Postkarten und einen Wegweiser kaufte. Briefmarken musste ich aber in einer Postelle kaufen.
Dann ging es aber los zu einem Aussichtspunkt nach Perl, die Französischen Orte Apach, Seitz-les-Bains, Contz-les-Bains bis nach Schengen in Luxemburg und zurück nach Perl. Ohne Rucksack und Stöcke lief es sich wunderbar leicht und einen längeren Aufenthalt hatte ich eigentlich nur in Schengen. Dort fand ich noch die weiße Grenzboje, das Europamuseum und das Schiff, auf dem 1990 die Verträge von Schengen unterzeichnet wurden.
Auf dem Rückweg hielt ich noch bei der Polizei und fragte nach einem Stempel, aber damit waren sie irgendwie überfordert und reagierten (wie immer) paranoide distanziert. Das erlebe ich schon mein Leben lang, wenn ich mal mit der Polizei zu tun hatte und mir ist deren Verhalten unerklärlich - jedenfalls verhalten sie sich so, wenn sie Uniform tragen. Polizisten, die ich privat kenne, vethalten sich mir gegenüber wie alle anderen normalen Menschen auch - also ganz entspannt. Warum ist das so?
Den Rest des Tages verbringe ich nun mit ruhen, sitzen, atmen und essen. Morgen werde ich noch von meiner hoffentlich geschmeidigen Rückreise berichten.

Frühstück wie immer - der Bub wurde satt.

Dies war der heutige Rundweg von Deutschland (D) im Uhrzeigersinn nach Frankreich (F) und Luxemburg (L) und wieder Deutschland (Punkt A)

Ausblick von Aussichtspunkt in Perl. Schade, dass die Wilden Karben, links im Vordergrund, noch nicht blühen.

Hier wird Wein angebaut, aber für Trauben ist es noch zu früh.

Ich bin offensichtlich in Frankreich angekommen.

Der Eingang von Apach.

Die Bahn fährt hier an der Mosel (La Moselle) entlang und somit entlang der Grenze zu Luxemburg und dann auch durch diesen Teil Frankreichs. Die Mosel liegt direkt rechts hinter den Bäumen. Mein Weg war der im Schatten.

Die Mosel aus der Nähe.

Der Blick rüber.

Weiter geht es durch lauschige Wege - kein Problem ohne Rucksack und ohne Stöcke.

Auf der anderen Seite der Mosel ging es zurück, aber nicht nahe am Ufer, weil das eine recht viel befahrene Straße wäre, sondern erhöht, mit toller Sicht.

Dies ist auf diesem Weg der Grenzstein zwischen Frankreich und Luxemburg. Die andere Seite hat entsprechend ein F eingemeißelt. Gemäß des Zustands, scheint er nicht sehr wichtig zu sein.

In Schengen angekommen.

Dies ist die "Grenzboje" zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

Das Europa-Museum.

Auf diesem Schiff wurden 1990 die Schengener Verträge unterzeichnet. Das Schiff wurde von der Regierung zurückgekauft und aufwändig restauriert. Es ist aber im Inneren nicht mehr original.

Ein Foto der Unterzeichnung mit Markierung der Unterzeichner.

Eine der Vertagsurkunden.

Hinter mir ist das Monument zur Vertragsunterzeichnung.

Zu guter Letzt gab es noch ein Abendessen - gerne wieder mit Salat wie gestern,...

...heute aber mit einer feurigen Spinatpizza.

So, und dann gab es doch ein Glas vom Weigut, um die Ecke.
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Die Rückreise konnte ich ganz entspannt angehen, da mein Zug aus Perl erst um 10:26 Uhr abfahren würde. So genoss ich mein Frühstück in aller Ruhe, ruhte mich noch vom Frühstück aus, packte meine sieben Sachen und schlüpfte in meine frisch gewaschene Wanderkluft, bevor ich mich auf den Weg zum Bahnhof machte. Das Hotel "Perler Hof" ist wirklich toll mit der Chefin und den netten und zuvorkommenden Angestelten. Hier konnte man wirklich innehalten und pausieren - Dankeschön :-)
Das geplante Abenteuer "Rückfahrt mit der Bahn":
- 10:26-11:17 (0:51) RB 28 von Perl nach Trier Hbf
- 11:31-12:56 (1:25) RE 1/RE 11 von Trier Hbf nach Koblenz Hbf
- 13:13-17:51 (4:38) ICE 928 von Koblenz Hbf nach Hamburg Hbf
Um 9:45 Uhr zog ich bei schon guter Temperatur von etwas über 20°C los zum Bahnhof und da stand um 10:00 Uhr schon mein Zug. Ich war der einzige Fahrgast und konnte mir in aller Ruhe ein Plätzchen aussuchen. Und so wählte ich beim ersten und zweiten Zug einen guten Fensterplatz, von dem man einen wunderbaren Blick hatten. Die ersten beiden Züge fuhren direkt an der Mosel entlang und präsentierten so Weinberge, kleine Örtchen und Schiffe auf der Mosel.
Nur der dritte Zug (ICE 928) hatte 20 Minuten Verspätung bei der Abfahrt und 30 Minuten Verspätung bei der Ankuft in Hamburg, was für mich aber überhaupt kein Problem darstellte. Insgesamtt hatte ich eine entspannte Rückreise ohne Probleme.
Während der nächsten Tage werde ich noch die Seite mit der Nachbetrachtung füllen und ergänzen.

Abmarsch bei der Kirche neben dem tollen Hotel "Perler Hof"

Meine Bahn stand da schon und ich bekam etwas Panik, weil die vielleiocht ohne mich abfahren würde. Dabei war ich doch ca. 26 Minuten zu früh dort. Sie wartete aber brav bis zu pünktlichen Abfahrt um 10:26 Uhr

Letzte Ausblicke von unterwegs auf die Mosel und umgebende Landschaften, Örtchen und Schiffe.

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Ausrüstung
Im Grunde war ich für alles gerüstet und hatte (wie immer) eher etwas zuviele Dinge dabei, aber einige interessante Dinge sind doch erwähnenswert.
- Ich hätte eher 10 anstatt 5 Packungen Taschentücher dabei haben sollen, weil ich unterwegs - egal ob beim Wandern oder Joggen - immer eine Rotznase habe.
- Das Antihistamin-Produkt "Lorano Pro" hat sich auch bei allergischen Reaktionen gegen lästige Flohbisse bewährt. Das war neu für mich und gehört jetzt immer dazu.
- Die Miniblackroll verwendete ich täglich beim abendlichen und morgendlichen Duschen zur Bearbeitung der Plantarfaszie unter den Füßen - sehr hilfreich.
- Den Beutel für äußere Schichten muss ich verkleinern z.B. 8 Liter statt 20 Liter.
- Das Antimückenmittel "Antibrumm Forte" kam nur einmal im Teutoburger Wald zum Einsatz, war dort aber sehr hilfreich gegen lästige Riesenmücken.
- Schlafsack, Notlaken und eigenes Handtuch hatte ich nicht verwendet, durch Übernachtungen in Pensionen und Hotels.
Füße, Socken und Schuhe
Ich Depp hatte vergessen, vor der ersten Etappe meinen Michel-Knoten in die Schuhbänder zu schnüren und so stieß ich bei den ersten 1-2 Etappen mit den Zehen im Schuh vorne an. Das war schmerzhaft und hatte blaue Nägel der Mittelzehen zur Folge. Der Knoten bewirkt, dass man die Schuhspitze nicht zu eng, aber dafür trotz noch stramm im Sprunggelenk schnüren kann. Letzteres bewirkt, dass der Fuß im Schuh nicht an die Spitze rutschen kann.

Foto vom Michel-Knoten - rote Markierung - Erfindung von 2024
Desweiteren drückte manchmal die Naht der Sockenkappe schmerzhaft auf meinen kleinen Zeh. Was half, war das Entfernen von Wollflusen aus den Socken und wenn man zusätzlich die Spitze der Socke ganz leicht nach innen dreht. Dadurch wurde der kleine Zeh entlastet und freute sich des Lebens.
Unterwegs
Bei weitem nicht überall gab es unterwegs Möglichkeiten für eine Pause beim Bäcker oder Café für eine Tasse Kaffee oder einen Toilettengang. Cafés gibt es sowieso nur in größeren Orten. Ich fand die Versorgung unterm Strich dürftig und das Mitnehmen eines Brötchens für unterwegs sinnvoll. Viele Orte waren selbst an Werktagen wie eingeschlafen und es kam mir dort immer wie an einem Sonntag vor - kaum Menschen, kaum Leben. In einigen Ecken wurde mittels Hütten und Picknick-Gelegenheiten gut für Wanderer und Pilger gesorgt. Dann wiederum suchte ich viele Kilometer nach einer simplen Bank zum Hinsetzen, weil mir das Sitzen im Gras bei den Zecken nämlich nicht behagt. Wenige Wege waren mit hüfthohem Gras bewachsen und ich hatte dort ebenfalls Bedenken wegen möglicher Zecken. Es passierte aber nichts und das hohe Gras war auch immer trocken.
Unterbringung
Bis auf eine Übernachtung in einer Pension (ohhne eigenes Bad) habe ich dieses Jahr die Hotels bevorzugt, weil die mir ein Zimmer mit eigenem Bad anboten, in dem ich mich frei bewegen konnte. Es hätte auch kirchliche Möglichkeiten gegeben, die aber häufiger keine Duschen oder nur (kalte) Feldbetten anboten. Private Angebote lagen teilweise abseits des Wegs, aber durchaus mit dem Angebot, abgeholt zu werden. Da hatte ich dann aber doch keine rechte Lust zu und so blieb ich bei den (teureren) Hotels.
Kosten
Die ganze Tour hatte mich 2.320 Euro gekostet und beinhaltete alle Kosten zu An- und Abreise, Unterkünfte, Verpflegung und alle Nachbeschaffungen von Ausrüstungsteilen. Bei 21 angefangenen Tagen kam ich auf einen Tagessatz von 110,50 Euro.
Andere Pilger
Ich war insgesamt drei Wochen unterwegs. Leider habe ich in dieser Zeit nur sehr wenige Pilger getroffen, mit denen ein Austausch möglich war. Ein abendlicher Austausch war nicht möglich, weil die auch immer in anderen Orten übernachteten, aber genau diesen Austausch hätte ich zwischendurch gerne mal gehabt - schade.
Pilgerurkunde
In Trier gibt es in der Dominformation neben dem Dom von Trier von der Jakobusbruderschaft neuerdings Pilgerurkunden für 5 Euro pro Stück (PDF). Die hatte ich mir besorgt. Der Transport war nur schwierig, weil sie auf kräftigem Papier gedruckt ist und keine Pappröhren wie in Santiago angeboten werden. Man gab mir aber einen stabilen C4-Pappumschlag und darin schickte ich mir die Urkunde selbst nach Hause, was auch gut und ohne Knicke klappte.
Urkunde vom 14.06.2025 für den Weg von Osnabrück nach Trier
Pilgerausweis
Ich hatte zwei Ausweise in Gebrauch, weil jeder Ausweis nur vier Seiten für Stempel enthält. Abgebildet sind nur die wesentlichen Seiten.

Titelseite und Registrierung durch das Pilgerzentrum St. Jacobi in Hamburg

Seite 1 und 2 mit Stempeln

Seite 3 und 4 mit Stempeln

Seite 5 und 6 mit Stempeln
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